Darum gehts
- Schweizer Bankenvergleich: UBS-Kunden zahlen mit 964 Franken höchste Gesamtkosten
- Die Migros Bank ist günstigste Bank mit Kosten von nur 491 Franken jährlich
- Sparpotenzial von bis zu 229 Franken pro Dienstleistung
Schweizerinnen und Schweizer und ihre Hausbank – das ist oft eine langjährige Beziehung. Trotz niedriger Zinsen und teilweise hoher Gebühren: Viele bleiben ihrer Bank jahrelang treu, wie eine neue Auswertung des Online-Vergleichsdiensts Moneyland bestätigt. Gleichzeitig geht aus der Erhebung hervor: Die grossen Schweizer Banken haben für die Kunden sehr unterschiedlich hohe Kosten.
Die Studie nimmt neun grosse Schweizer Banken ins Visier. Um die Gesamtkosten eines Kontos zu vergleichen, gelten die Annahmen, dass man als Privatperson ein Privatkonto mit Debitkarte, ein Sparkonto, ein Vorsorge-Konto für die Säule 3a und eine Kreditkarte bei der gleichen Bank hat. Und dass man seine Karten auch im Ausland nutzt.
Bank der Migros kommt am besten weg
Am schlechtesten schneidet die UBS ab: Mit Gesamtkosten von 964 Franken pro Jahr zahlen Kundinnen und Kunden der Schweizer Grossbank fast das Doppelte an Gebühren wie jene des billigsten Anbieters. Die Raiffeisen-Banken kommen mit 821 Franken Gesamtkosten zwar besser weg als die UBS, liegen aber an zweitletzter Stelle.
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB), die Bank Cler und die Basler Kantonalbank liefern sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den drittletzten Platz – mit negativem Ausgang für die LUKB. Gewinnerin der Moneyland-Erhebung ist die Migros Bank. Der Finanzdienstleister des orangen Riesen ist über 100 Franken billiger als die zweitbeste Hausbank, die ZKB.
Mit separaten Anbietern Geld sparen
Moneyland rät: Mit separaten Anbietern für einzelne Dienstleistungen kann man das eigene Portemonnaie stark entlasten. Wer nur eine Dienstleistung an einen günstigen Anbieter auslagert, kann bis zu 229 Franken sparen. Besonders gross ist das Sparpotenzial bei der Säule 3a, bei Kreditkarten und beim Sparkonto.
Auch wer Online-Trading über seine Hausbank macht, könnte bei einem Wechsel zu einem günstigen Anbieter viel sparen. Moneyland nennt ein Beispiel: Bei der Saxo Bank belaufen sich die Nutzungskosten für das Profil «Gelegenheitsnutzer» mit einem Depotwert von rund 45'000 Franken und zwölf jährlichen Transaktionen auf 68 Franken pro Jahr, während bei der Hausbank dafür zwischen 345 und 855 Franken anfallen.