Die grosse Übersicht
Das sind die aktuellen Schweizer Börsen-Lieblinge der Analysten

Die Stimmung an der Schweizer Börse ist grad richtig gut. Doch wo investieren? Analystenratings können ein Anhaltspunkt sein, welche Aktien Anleger im Auge behalten sollen. Das ist die Übersicht über die zehn meistempfohlenen Schweizer Aktien.
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Die Stimmung an der Schweizer Börse ist derzeit ausgezeichnet – viele Kurse sind grün.
Foto: Blick

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kardex und Cicor neu unter Analysten-Favoriten mit 100 Prozent Kaufempfehlungen
  • Kardex bietet 44 Prozent und Cicor 31 Prozent Kurspotenzial laut Analystenschätzungen
  • Lonza bleibt mit 88 Prozent Kaufempfehlungen und 15 Prozent Potenzial führend
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Aisha Gutknecht
Cash

An den Börsen wechseln sich Hoffnungen und Unsicherheiten derzeit im Wochentakt ab. Für Anleger wird es dadurch schwieriger, attraktive Aktien zu identifizieren. Orientierung können die Einschätzungen von Analysten bieten – auch wenn sie keine Garantie für Kursgewinne sind.

Sie kennen sich in der Branche aus und haben direkten Kontakt mit dem Management der Firmen. Dabei vergeben sie nebst den Kurszielen – in der Mehrheit auf Sicht der nächsten zwölf Monate – auch Anlageempfehlungen für die Aktien: In der Regel sind dies «Buy» (Kaufen), «Hold» (Halten) oder «Sell» (Verkaufen).

cash.ch hat alle Aktien am Schweizer Markt analysiert, welche von mindestens fünf Analysten abgedeckt werden. Hier sind die Top Ten:

Übersicht der Schweizer Aktien mit 80 Prozent Kaufempfehlungen und mehr als fünf Analystenratings (Quelle: LSEG, Stand 16. Juni 2026) 

Unternehmen Anzahl Analysten Anteil Buy-Ratings Kurs am 02. Juli 2026 in CHF Durchschnittliches Kursziel in CHF

Kardex 

7

100.00%

230.50

332.2

Cicor Technologies

9

100.00%

115.00

176.5

Comet 

9

88.89%

381.80

360.42

Lonza 

25

88.00%

562.20

653.60

Georg Fischer 

8

87.50%

42.86

67.33

DKSH 

7

85.71%

62.90

73.58

Galderma 

17

82.35%

176.10

187.72

Alcon 

24

80.00%

54.20

77.10

Ypsomed 

10

80.00%

360.40

384.88

Basilea 

7

80.00%

52.60

98.33

Lonza nimmt dabei wie schon bei einer ähnlichen Auswertung vor einem halben Jahr eine Sonderstellung ein. Damals empfahlen 87,5 Prozent der 24 Analysten die Aktien zum Kauf, mittlerweile sind es 88 Prozent – ein Analyst mehr. Beim Kurs von 561,20 Franken liegt das durchschnittliche Kursziel bei 653,60 Franken, was einem erwarteten Aufwärtspotenzial von rund 15 Prozent entspricht. Lonza zählt zu den weltweit führenden Auftragsfertigern für die Pharma- und Biotechindustrie und profitiert langfristig vom Wachstum in den Bereichen Biologika, Zell- und Gentherapien.

Artikel von Cash.ch

Dieser Artikel wurde erstmals auf Cash.ch publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.cash.ch.

Dieser Artikel wurde erstmals auf Cash.ch publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.cash.ch.

Neu in den Topfavoriten der Analysten hingegen sind Kardex und Cicor, bei denen jeweils alle involvierten Analysten zum Kauf raten. Bei ersterem impliziert das durchschnittliche Kursziel von 332,20 Franken ein Potenzial von knapp 44 Prozent. Der Lager- und Logistikspezialist hat es jüngst auch auf die Favoritenliste der Helvetischen Bank im Small- und Mid-Cap-Bereich geschafft. Ein Grund ist, dass die Kardex-Aktie Anfang Juni einen Kursabsturz hinter sich hat, der durch eine Gewinnwarnung ausgelöst wurde. Die Aussichten sind laut Analysten aber weiterhin intakt.

Cicor wird von neun Analysten beobachtet, die dem Titel rund 31 Prozent Aufwärtspotenzial zusprechen. Cicor ist auf hochwertige Elektronik- und Fertigungslösungen für anspruchsvolle Branchen wie Medizintechnik, Industrie, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung spezialisiert. Das Unternehmen profitiert von langfristigen Wachstumstrends wie der zunehmenden Digitalisierung, dem steigenden Bedarf an komplexen elektronischen Systemen und der Verlagerung strategisch wichtiger Produktionskapazitäten nach Europa. Durch mehrere Akquisitionen in den vergangenen Jahren konnte Cicor seine Marktstellung weiter stärken und neue Kundenkreise erschliessen.

UBS erhöht die Gewinnprognose

Etwas weniger überraschend auf der Liste sind Comet. Obwohl das ausgewiesene Kursziel leicht unter dem aktuellen Kurs liegt und damit kurzfristig kein zusätzliches Potenzial signalisiert, bleiben die 88,9 Prozent Kaufempfehlungen bemerkenswert. Der Anbieter von Hochfrequenz- und Röntgentechnologien, die unter anderem in der Halbleiterindustrie, der industriellen Qualitätsprüfung sowie in wissenschaftlichen Anwendungen eingesetzt werden, profitiert vom KI-Trend und dem Boom in der Halbleiterbranche. Anfang Juni bestätigte die UBS ihre Kaufempfehlung und erhöhte die Gewinnprognosen, aufgrund höher erwarteter Investitionen der Chipindustrie in Produktionsanlagen in den Jahren 2026 bis 2028.

Galderma und Alcon sind ebenso wenig neu wie Lonza. Bei Alcon betonen Analysten das neu angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,5 Milliarden Dollar, die gut angelaufenen zahlreichen kürzlich erfolgten Produkteinführungen, welche auch in den kommenden Quartalen einen bedeutenderen Beitrag leisten dürften. Die Hoffnung liegt hier eher in den künftigen Monaten. Daher rührt wohl auch die Differenz zwischen Preis und Kursziel um die 20 Franken.

Bei Galderma beträgt die Distanz bis zum durchschnittlichen Preisziel nur 10 Franken. Obwohl der Hautpflegekonzern Anfang Juli bereits einen kleinen Dämpfer durch die FDA erhielt, stützen die Markteinführungen der Medikamente Nemluvio und Relfydess sowie von Sculptra in China das Geschäft. Gerade dem Hoffnungsträger Nemluvio werden Spitzenumsätze von mehr als 4 Milliarden Dollar zugesprochen. Wie der Experte von Goldman Sachs in seiner jüngsten Analyse schreibt, sollte zudem die Entwicklung des Ästhetikgeschäfts für Rückenwind sorgen.

Aktien mit Aufholpotenzial

Für die Aktien von DKSH scheinen Experten besonders optimistisch, zumal man die Kursentwicklung der letzten Monate oder gar Jahre betrachtet. Denn diese war alles andere als nur positiv. 2018 waren die Titel mehr als 90 Franken wert, nun kosten sie 30 Franken weniger. Im Juni untermauerten jedoch zwei neue Kursziele von über 70 Franken den Expertenoptimismus. Besonders das differenzierte Wachstumspotenzial im wichtigen Markt Asien bietet Chancen auf eine Margenausweitung. Die Sparten Consumer und Healthcare haben im vergangenen Geschäftsjahr überzeugt und eine schwache Dynamik in den anderen Segmenten ausgleichen können.

Ypsomed und Basilea überzeugen derzeit 80 Prozent der Analysten. Während Erstere den Gesamtmarkt im ersten Halbjahr übertroffen hat, schneidet Basilea eher unterdurchschnittlich ab. Dies, obwohl die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 überzeugend waren und mit mehreren Medikamenten Erfolge erzielt werden konnten. Für das angelaufene Jahr 2026 stellt das Biopharmaunternehmen ein Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent und ein Plus beim Betriebsgewinn von etwa 20 Prozent in Aussicht. Gemäss Octavian ist Basilea nach dem Ausstieg aus der Onkologie ein profitables Biopharma-Unternehmen mit Fokus auf Antiinfektiva. Der CEO selbst sieht das Unternehmen gemäss Interviewaussage aus Oktober «in der besten Position, in der wir je waren».

Ypsomed notiert auf einem Sechs-Monate-Hoch und profitiert besonders vom Wachstum im Kerngeschäft mit Injektionssystemen. Vermehrt folgen jedoch kritische Stimmen, welche einerseits die Abhängigkeit von Novo Nordisks CagriSema, sinkende Margen aufgrund von Preisdruck, das China-Volumen und margenschwächere Grossaufträge bemängeln. Mit dem Programm zur operativen Exzellenz «YpsoFit» und starker Nachfrage nach GLP-1-Therapien hält der Konzern den Kritikern jedoch gegen. Die Aktie profitiert ausserdem von einem antizyklischen Geschäftsmodell, wonach die Anfälligkeit gegenüber geopolitischen Risiken, Zöllen und sinkenden Medikamentenpreisen gering ist.

Last but not least: Georg Fischer. Anders als bei Ypsomed belasten hier die Zölle sowie Währungseffekte, die sich allein 2025 auf rund 25 Millionen Franken beliefen. Beim Schaffhauser Konzern liegt der Fokus mittlerweile auf Lösungen zur Durchleitung von Wasser, Gas und anderen Stoffen. Darunter fallen auch Leitungen, über die in Rechenzentren untergebrachte Systeme kühlen. Die Hoffnungen liegen klar auf der zweiten Jahreshälfte, nachdem wetterbedingte Verzögerungen, höhere Rohstoffkosten und eine schwächere Nachfrage aus dem Nahen Osten die Umsatz- und Gewinnentwicklung im ersten Halbjahr belastet haben dürften. Dank des tiefen Aktienpreises erscheint die Bewertung aktuell attraktiv.

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