Interne Rettung gescheitert
Findus-Plätzli-Fabrik wird geschlossen – 45 Jobs weg

Schock in Rorschach SG: Die Kult-Plätzli von Findus kommen ab 2027 aus Italien oder Spanien. 45 Stellen gehen am Bodensee verloren, die Fabrik schliesst Ende 2026. Und das, obwohl Mitarbeiter die Plätzli-Produktion gerne auf eigene Rechnung weitergeführt hätten.
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Die Findus-Fabrik in Rorschach SG wird Ende Jahr geschlossen.
Foto: Screenshot Google Streetview

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Findus-Fabrik in Rorschach SG schliesst Ende 2026, 45 Stellen betroffen
  • Produktion wird nach Italien und Spanien verlagert, Schweizer Zutaten bleiben wichtig
  • Findus gehört seit 2020 zu Nomad Foods, Übernahmeideen scheiterten
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Findus-Plätzli kennt in der Schweiz jedes Kind. Wenns für Mama oder Papa mal schnell gehen muss, reicht ein Griff in den Tiefkühler, kurz in die Pfanne mit den Plätzli – und fertig ist der kultige Zmittag. Bald schon kommen die Plätzli aus Italien oder Spanien. Denn die Findus-Fabrik in Rorschach SG schliesst Ende 2026 ihre Tore, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. Damit verschwinden 45 Vollzeitstellen am Bodensee.

Nach einem mehrwöchigen Konsultationsverfahren hat der britische Lebensmittelkonzern Nomad Foods, dem Findus heute gehört, den Schliessungsentscheid bestätigt. Eine Rettung des Standorts sei nicht möglich gewesen. Auch Vorschläge der Mitarbeitenden und der Gewerkschaft Unia hätten keine wirtschaftlich tragfähige Alternative aufgezeigt.

Management-Buy-out chancenlos

Besonders bitter: Selbst die Idee eines Management-Buy-outs, bei dem die Fabrik von der Belegschaft oder dem lokalen Management übernommen worden wäre, scheiterte. Nomad Foods wollte darauf nicht eingehen.

In der Fabrik in Rorschach werden heute Tiefkühl-Plätzli, Lasagne und Cannelloni der Marke Findus sowie Eigenmarken für Detailhändler hergestellt. Künftig kommen diese Produkte aus Werken in Italien und Spanien. Immerhin verspricht der Konzern, weiterhin wichtige Schweizer Zutaten zu verwenden. Für die Betroffenen beginnt nun die schwierige Jobsuche. Nomad Foods verspricht «umfassende Unterstützung».

Fusion mit Frisco aus Rorschach

Die Geschichte von Findus reicht weit zurück. Bereits 1945 lancierte Findus – die Abkürzung steht für «Fruit Industries» – in Schweden die ersten Tiefkühlprodukte. 1960 wurde die Marke von Nestlé übernommen und der Hauptsitz von Schweden in die Schweiz verlegt.

Fast zehn Jahre später wurde Findus mit dem Tiefkühlunternehmen Frisco zusammengelegt, einem 1942 gestarteten Unternehmen, das damals der Konservenfabrik Bernhard & Co. in Rorschach gehörte.

Nach und nach übernahm Nestlé das ganze Unternehmen. Später trennte man sich wieder von den Findus-Marken in anderen Ländern und konzentrierte sich auf das Schweizer Geschäft. 2016 wurde das Geschäft schliesslich in das Joint Venture Froneri ausgelagert. Seit 2020 gehört Findus dem Lebensmittelmulti Nomad Foods.

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