Händler starten WM-Offensive
Wo Schnäppchen winken – und wo Fallen lauern

Detailhändler und Markenhersteller wollen sich die WM-Begeisterung zunutze machen, um mit speziellen Angeboten die Umsätze anzukurbeln. Was Konsumenten erwarten dürfen.
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Beschert uns die Schweiz ein Fussball-Fest?
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Fussball-WM startet am 14. Juni in drei Ländern
  • Galaxus plant TV-Aktionen, aber keine «super-günstigen» Angebote
  • Schweizer Händler setzen auf steigende Umsätze bei Nati-Siegen und gutem Wetter
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Der Countdown läuft: Nicht einmal drei Wochen sind es noch bis zur WM in den USA, in Mexiko und Kanada – dem grössten Fussballturnier der Geschichte.

Während in Supermärkten und Shoppingcentern im Ausland bereits WM-Euphorie herrscht, spielen sich Schweizer Detailhändler erst warm. Noch ist das Angebot an Fussball- und WM-Produkten überschaubar, wie ein Augenschein und Gespräche mit Marktkennern zeigen.

Dennoch setzt das Gros der Händler auf den WM-Rausch. Umsätze ankurbeln, etwa mit Spezialprodukten zum Fussball-Event des Jahres – davon sollen auch Konsumentinnen und Konsumenten profitieren, heisst es.

Fürs Erste wohl bei der Anschaffung eines neuen TV-Geräts, Beamers oder Gartengrills. Mit dem Slogan «Sorry, es isch halt WM. Mir wärmed schomal uf!», wirbt Heimelektronikverkäufer Mediamarkt in der Schweiz für Technikdeals.

Galaxus spricht von Aktionen bei Gross-TV-Geräten

Konkurrent Interdiscount will das Zuhause der Schweizerinnen und Schweizer ebenfalls zur «komfortablen Fan-Zone» machen: Neben Soundbars und Beamern gibts auch Grills diverser Marken im Angebot. 

Galaxus.ch plant in den kommenden Wochen TV-Aktionen im «Big-Inch-Bereich» (TV-Geräte mit über 75 Zoll), die direkt auf das WM-Publikum abzielen, wie ein Sprecher bestätigt. Für «super-günstige Aktionen» sehe es weniger gut aus, weil die Kosten für Chips und Elektronik auf Herstellerseite gestiegen seien. 

Bei grössten Schweizer Onlinewarenhaus laufen derzeit Panini-Bildli am besten. «Auch der Lego-Bausatz des offiziellen WM-Pokals verkauft sich sehr gut», so der Sprecher. Für die kommende Woche stellt er Aktionen für Bälle und kleine Tore für den Garten in Aussicht.

Bei den Fussballtrikots dürfte der Run erst unmittelbar vor Turnierbeginn kommen. Man sei aber für einen Ansturm gerüstet und habe ausreichend Ware an Lager, so der Galaxus-Sprecher. 

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Wetter muss für Bier- und Grillgut-Verkäufe stimmen

Dabei gilt: Je länger die Schweizer Nati im Rennen bleibt, desto mehr klingeln die Kassen. Auf möglichst viele Siege der Schweizer Nati setzen besonders Detailhändler wie Migros, Coop, aber auch Discounter wie Aldi, Denner und Lidl. Speziell beworbene Aktionsprodukte und Getränkerabatte sind im Juni und Juli geplant.

Doch nicht nur die Schweizer Nati muss abliefern. Auch das Wetter muss mitmachen, damit das WM-Geschäft in den Läden rundläuft. «Noch ist der Fussball-WM-Hype flächendeckend schlicht nicht ausgebrochen», sagt der Galaxus-Sprecher. Er erwartet aber, dass Angebot und Aktionen bald anziehen werden. 

Experte: Von Rabatten nicht blenden lassen!

Bei all der WM-Schnäppchenflut gilt: Der vermeintliche Rabatt bezieht sich fast immer auf den (ur-) alten Einführungspreis (UVP) und nicht auf den aktuellen Marktpreis. «Wer vor dem Kauf keinen Onlinepreisvergleich macht, bezahlt trotz des vermeintlichen Super-Rabatts oft zu viel», warnt Jean-Claude Frick (53) von Comparis.

Der Tech-Experte des Vergleichsdiensts beobachtet auch vor dieser WM «Konsum-Fallen», die im Detailhandel immer wieder versucht werden.

Comparis warnt: Achtung vor Konsumfallen!

Die «Sondermodell»-Falle: Oft bringen TV-Hersteller extra für Grossevents leicht abgewandelte Modellnummern (z. B. ein Buchstabe anders am Schluss) auf den Markt. Diese Geräte haben dann minimale Abspeckungen wie einen HDMI-Anschluss weniger oder ein etwas schwächeres Panel, sind somit online nicht direkt vergleichbar. Comparis-Experte Jean-Claude Frick: «Das erschwert die Schnäppchenjagd massiv.»

Der «Ladenhüter»-Abverkauf: Viele der «WM-Kracher» sind Vorjahresmodelle, die jetzt aus den Lagern müssen, weil die neuen Generationen (die an der CES im Januar vorgestellt wurden) eintreffen. Das ist technisch meistens nicht mal schlimm, weil die Unterschiede zum Nachfolger oft sehr gering sind. Aber man sollte wissen, dass man ein «altes» Gerät kauft, so Frick.

Der «Zubehör-Upsell»: Die Marge bei Fernsehgeräten ist oft extrem dünn. Geld verdient der Handel bei diesen WM-Aktionen mit den Soundbars, teuren HDMI-Kabeln oder der Wandhalterung, die direkt als «Bundle» emotional dazugekauft werden. Frick: «Da wird dann selten verglichen.»

Die «Sondermodell»-Falle: Oft bringen TV-Hersteller extra für Grossevents leicht abgewandelte Modellnummern (z. B. ein Buchstabe anders am Schluss) auf den Markt. Diese Geräte haben dann minimale Abspeckungen wie einen HDMI-Anschluss weniger oder ein etwas schwächeres Panel, sind somit online nicht direkt vergleichbar. Comparis-Experte Jean-Claude Frick: «Das erschwert die Schnäppchenjagd massiv.»

Der «Ladenhüter»-Abverkauf: Viele der «WM-Kracher» sind Vorjahresmodelle, die jetzt aus den Lagern müssen, weil die neuen Generationen (die an der CES im Januar vorgestellt wurden) eintreffen. Das ist technisch meistens nicht mal schlimm, weil die Unterschiede zum Nachfolger oft sehr gering sind. Aber man sollte wissen, dass man ein «altes» Gerät kauft, so Frick.

Der «Zubehör-Upsell»: Die Marge bei Fernsehgeräten ist oft extrem dünn. Geld verdient der Handel bei diesen WM-Aktionen mit den Soundbars, teuren HDMI-Kabeln oder der Wandhalterung, die direkt als «Bundle» emotional dazugekauft werden. Frick: «Da wird dann selten verglichen.»

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