Grosser Roaming-Vergleich
So surfst du am Strand besonders günstig

Die Preise für das mobile Surfen im Ausland sind deutlich gesunken. Dennoch zahlen Herr und Frau Schweizer oft zu viel. Ein Preisvergleich des Beobachters zeigt, wo die Sparpotenziale liegen.
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Es lohnt sich, vor den Ferien Datenpakete zu vergleichen.
Foto: Getty Images
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Lena Berger
Beobachter

Ein Traumstrand breitet sich vor Ihnen aus. Sie wollen schnell ein Föteli an Familie und Freunde schicken. Aber Mist, es geht nicht: Das Datenvolumen ist aufgebraucht. Im Halbschatten buchen Sie schnell ein teures Zusatzpaket – und ärgern sich später darüber.

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Schweizer Anbieter senken die Tarife massiv

Roaming-Preise können einem die Ferien vermiesen. Aber immerhin gibt es gute Nachrichten. Ein aktueller Roaming-Vergleich zeigt nämlich: Die Preise sind im Vergleich zur Situation vor zwei Jahren spürbar gesunken.

Die Tabelle, die Dschungelkompass.ch für den Beobachter erstellt hat, zeigt einen Vergleich der Roaming-Datenpakete bis 5 Gigabyte (GB) in Europa zum Stichdatum 13. Juni 2026.

Foto: zVg

Wer bei der Swisscom ein Datenpaket von 1 GB bucht, zahlt neu Fr. 9.90 statt bisher 14.90. Zudem bietet die Swisscom neu länderspezifische Pakete an, die nur in einem einzigen Land gültig sind. Dann kostet 1 GB noch Fr. 5.90. Für 5 GB verlangt der Marktführer neu Fr. 29.90 statt Fr. 39.90.

Noch deutlicher fällt der Preissturz bei Sunrise aus: Das Paket für 1 GB kostet neu Fr. 7.90 statt zuvor Fr. 19.80. Für 5 GB werden Fr. 24.90 fällig – vor zwei Jahren kosteten 6 GB noch das Doppelte.

Auch die Marke Wingo zog nach und hat nun die gleichen Preise wie Sunrise. «Einzig bei den Anbietern Yallo und Lebara blieben die Preise unverändert», sagt Oliver Zadori, Gründer des Preisvergleichsportals Dschungelkompass.ch.

Salt: Unlimitiert, aber nur für kurze Zeit – und irgendwann langsam

Eine grundlegende Systemänderung hat Salt per 1. Juni vorgenommen, die auch für die Untermarken Post Mobile, Lidl Connect und GoMo gilt. Die bisherigen Pakete wurden abgeschafft. Das neue Einstiegspaket kostet Fr. 14.95 und bietet unlimitierte Daten, ist allerdings nur für 7 Tage gültig.

Zudem wird die Geschwindigkeit nach dem Verbrauch von 5 GB auf extrem langsame 0,128 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gedrosselt. Das reicht im Alltag gerade noch für Textnachrichten per Whatsapp oder E-Mails. Wer ein länger gültiges Paket sucht, erhält bei Salt neu für Fr. 29.95 ein 30-Tage-Paket mit 20 GB Highspeed-Daten.

Tipps für einen sparsamen Datenverbrauch im Ausland

WLAN bevorzugen: Nutzen Sie im Ferienort wann immer möglich kostenfreie und sichere WLAN-Verbindungen – zum Beispiel im Hotel. Telefonieren Sie über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Threema, um normale Telefongebühren zu vermeiden. Für WLAN-Anrufe zusätzliche Gebühren zu verlangen, ist nicht rechtens, wie das Konsumentenmagazin «Saldo» kürzlich berichtete.

Kostenlimite setzen: Setzen Sie vor der Abreise eine Roaming-Kosten-Limite direkt beim eigenen Schweizer Mobilfunkanbieter.

Streaming einschränken: Vermeiden Sie das Streamen von Videos oder Musik über das Mobilfunknetz, da dies sehr grosse Datenmengen beansprucht.

WLAN bevorzugen: Nutzen Sie im Ferienort wann immer möglich kostenfreie und sichere WLAN-Verbindungen – zum Beispiel im Hotel. Telefonieren Sie über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Threema, um normale Telefongebühren zu vermeiden. Für WLAN-Anrufe zusätzliche Gebühren zu verlangen, ist nicht rechtens, wie das Konsumentenmagazin «Saldo» kürzlich berichtete.

Kostenlimite setzen: Setzen Sie vor der Abreise eine Roaming-Kosten-Limite direkt beim eigenen Schweizer Mobilfunkanbieter.

Streaming einschränken: Vermeiden Sie das Streamen von Videos oder Musik über das Mobilfunknetz, da dies sehr grosse Datenmengen beansprucht.

Die Alternative: Internationale eSIMs bleiben billiger

Trotz der Preissenkungen in der Schweiz zeigt der Blick auf die internationalen Reise-SIM-Anbieter (eSIM), dass diese weiterhin die Nase vorn haben. Bei Anbietern wie Airalo, Better Roaming, Yesim oder GoMo World kosten vergleichbare Datenmengen oft nur einen Bruchteil. Ein Paket von 1 GB ist bei Yesim bereits für 2.20 Euro zu haben, während Airalo 5 GB für 16 Franken anbietet.

Allerdings hat die Sache einen Haken: «Ein Nachteil der internationalen eSIM-Anbieter besteht darin, dass die Pakete oft nur 30 Tage oder weniger gültig sind», erklärt Oliver Zadori. Schweizer Anbieter hingegen unterliegen einer gesetzlichen Pflicht: Sie müssen Datenpakete mit einer bestimmten Datenmenge für die Dauer von 365 Tagen anbieten.

Unlimitierte Pakete sind von dieser Pflicht ausgenommen. Die lange Gültigkeit hat Vorteile in der Praxis: «So kann zum Beispiel ein Paket, das für die Ferien in Italien gekauft und noch nicht aufgebraucht wurde, ein paar Monate später während eines Wochenendes in Deutschland weitergenutzt werden», sagt Zadori.

Für den Einsatz einer solchen Reise-SIM muss das eigene Smartphone eSIM-kompatibel sein. Die entsprechenden Informationen lassen sich in den Geräte-Einstellungen unter dem Menüpunkt «Netzwerk» überprüfen.

Grössere Datenmengen im Vergleich

Bei einem höheren Datenbedarf ab 10 GB verschieben sich die Relationen teilweise. Während internationale eSIM-Anbieter wie GoMo World für 25 GB 19.99 Euro verlangen, positionieren sich auch Schweizer Marken kompetitiv: Yallo und Lebara bieten für 15 Franken ein Paket an, das für 3 Tage unlimitiertes Surfen (gedrosselt ab 10 GB) erlaubt. Für längere Aufenthalte verkauft Sunrise ein unlimitiertes Paket (gedrosselt ab 60 GB) für Fr. 59.90, das 30 Tage gültig ist.

Die Tabelle, die Dschungelkompass.ch für den Beobachter erstellt hat, zeigt einen Vergleich der Roaming-Datenpakete ab 10 GB in Europa zum Stichdatum 18. Juni 2026.

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Wann lohnt sich welches Angebot?

Viele moderne Handy-Abos enthalten bereits standardmässig Roaming-Guthaben für die Europäische Union. Reicht diese Datenmenge für die Ferien aus, müssen Reisende kein zusätzliches Paket kaufen. Jedoch stossen herkömmliche Schweizer Abos schnell an ihre Grenzen. Die meisten Mobilfunkverträge mit integriertem Roaming decken lediglich die EU-Zone ab.

Zudem sagt Experte Oliver Zadori: «Wer nicht sehr oft verreist, dürfte in vielen Fällen günstiger kommen, wenn er oder sie nicht extra ein teureres Abo abschliesst, sondern für Reisen internationale eSIM-Angebote nutzt.»

Dennoch zeigt sich: Mit Fotos vom Traumstrand Familie und Freunde neidisch zu machen, ist mit etwas Planung und einem vorgängigen Preisvergleich durchaus bezahlbar. Und das Feriengeld reicht dann auch noch für ein feines Gelato.

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