Das ist das beste Land für den Ruhestand
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Laut US-Magazin:Das ist das beste Land für den Ruhestand

Global Retirement Index 2026
Schweiz ist Top im Ruhestand – aber der Wohlstand bröckelt

Die Schweiz bleibt ein attraktives Land für Rentner. Im neuen Global Retirement Index rutscht sie nur leicht ab. In einer wichtigen Kategorie gibts allerdings einen überraschenden Absturz. Das hat vor allem mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu tun.
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Schweizer Rentnerinnen und Rentner sollen laut dem Global Retirement Index 2026 ein schönes Leben haben.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz rutscht im Global Retirement Index 2026 auf Platz vier ab
  • Arbeitslosigkeit stieg auf 2,8 Prozent, grösster Absturz in der Kategorie «materieller Wohlstand»
  • Schweiz bleibt Spitzenreiter bei Lebenserwartung mit 93 Prozent in Gesundheit
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Wer endlich im Ruhestand ist, will die Früchte seines Arbeitslebens ernten. Doch selbst im Schweizer Rentnerparadies läuft längst nicht alles rund, wie der neue Global Retirement Index zeigt. 

Eines vorneweg: Trotz Einbussen steht die Schweiz im internationalen Vergleich immer noch sehr gut da. In der jährlich veröffentlichten Analyse der französischen Investmentgesellschaft Natixis landet sie mit 79 Prozent auf Rang 4. Im Vorjahr hatte es mit 81 Prozent noch für Platz 3 gereicht.

Schöner als bei uns lebt es sich für Seniorinnen und Senioren nur in Norwegen (83 Prozent), Irland (81 Prozent) und den Niederlanden (79 Prozent). Das weltweite Schlusslicht unter den 44 verglichenen Ländern ist Indien mit mageren 9 Prozent.

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Top bei der Gesundheit – trotzdem grosse Geldsorgen

Eine der grossen Stärken unseres Landes ist die Gesundheit: In dieser Kategorie klettert die Schweiz dieses Jahr um drei Ränge auf Platz 2 weltweit. Bei der Lebenserwartung ist die Schweiz sogar die unangefochtene Nummer 1.

Doch ausgerechnet die hohen Gesundheitskosten bereiten vielen Schweizerinnen und Schweizern Sorgen. 39 Prozent der Befragten nennen sie in der Natixis-Umfrage als die grösste finanzielle Belastung – deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 27 Prozent.

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Bei der Lebensqualität steht die Schweiz mit 82 Prozent und Rang 8 gut da. Zu ihren Stärken gehören unter anderem Wasserqualität und sanitäre Versorgung. Beim Teilindex «Finanzen im Ruhestand» bleibt die Schweiz mit 74 Prozent ebenfalls stabil, rutscht aber von Rang 2 auf Rang 3 ab.

Grund sind die tiefen Zinsen: Beim Zinsindikator landet die Schweiz auf dem letzten Platz aller 44 untersuchten Länder. Die anhaltend tiefen Zinsen schmälern die Renditen auf Ersparnisse. 

Materieller Wohlstand im Sinkflug

Ganz anders sieht es beim materiellen Wohlstand aus. Hier sackt die Schweiz um acht Plätze ab – von Rang 7 auf Rang 15. Der Indexwert sinkt von 80 auf 68 Prozent.

Der mit Abstand wichtigste Grund für den Absturz ist unser Arbeitsmarkt. Beim Faktor Arbeitslosigkeit war die Schweiz im Vorjahr noch die Nummer 1. Nun fällt sie auf Rang 21 zurück. Natixis spricht von einer «aussergewöhnlichen Kehrtwende».

Doch was hat Arbeitslosigkeit überhaupt mit einem Renten-Ranking zu tun? Der Global Retirement Index misst nicht nur die Höhe von Renten oder das angesparte Vermögen. Er soll abbilden, wie gut die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für ein finanziell abgesichertes Leben im Alter sind. Zum materiellen Wohlstand zählen deshalb drei Faktoren: Einkommen pro Kopf, Einkommensverteilung – und Arbeitslosigkeit. Ein schwächerer Arbeitsmarkt drückt also diesen Teil des Rankings.

Das zeigt sich bei der Schweiz besonders deutlich: Beim Einkommen pro Kopf hält sie Rang 5, bei der Einkommensverteilung gibt sie nur leicht nach. Der grosse Absturz erfolgt aufgrund der Arbeitslosigkeit! Dabei wirkt die Entwicklung auf den ersten Blick nicht dramatisch. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich innert Jahresfrist nur leicht – von 2,8 Prozent im August 2025 auf 3,0 Prozent im August 2026. Auf das Natixis-Modell hat diese Verschlechterung jedoch einen grossen Einfluss.

Die Studienherausgeberin führt die Entwicklung unter anderem auf den starken Franken und den Druck durch US-Handelszölle auf die exportorientierte Schweizer Wirtschaft zurück. Auch die Folgen der Credit-Suisse-Übernahme durch die UBS spielen eine Rolle.

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