Darum gehts
- Sommerskibetrieb in Zermatt wegen Wetterbedingungen vorübergehend eingestellt
- Trainingspisten bleiben für ausgewählte Swiss-Ski-Teams nutzbar
- Seit Ende Juni hervorragende Bedingungen laut Swiss-Ski-Direktor Hans Flatscher
Der Sommerskibetrieb auf dem Theodulgletscher bei Zermatt VS wird vorübergehend eingestellt. Grund dafür sind die aussergewöhnlichen Wetterbedingungen der letzten Wochen: Hohe Temperaturen, fehlende nächtliche Abkühlung und wiederholte Gewitter haben die Schnee- und Gletscherverhältnisse stark beeinträchtigt, wie die Zermatt Bergbahnen am Freitag mitteilen.
Ein sicherer und qualitativ hochwertiger Skibetrieb für Gäste sei aktuell nicht mehr möglich. Die Entscheidung betrifft ausschliesslich den öffentlichen Skibetrieb. Sprich: Touristen müssen bis auf weiteres aufs Pistenvergnügen verzichten.
Ausgewählte Teams dürfen trainieren
Die von den Zermatt Bergbahnen vorbereiteten Trainingspisten bleiben jedoch für ausgewählte Teams von Swiss-Ski eingeschränkt nutzbar. «Wir sind sehr dankbar, dass zumindest einzelne unserer Teams auch in den kommenden Tagen die Möglichkeit haben werden, trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Trainingseinheiten in Zermatt absolvieren zu können», wird Hans Flatscher, Alpin-Direktor von Swiss-Ski in der Mitteilung zitiert.
Die Sicherheit der Gäste und Mitarbeitenden stehe für die Zermatt Bergbahnen an oberster Stelle. «Sind diese Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, wird der Betrieb verantwortungsvoll an die natürlichen Gegebenheiten angepasst», so CEO Martin Hug (57). Der technische Unterhalt der Transportanlagen werde fortgesetzt, ebenso die Vorbereitungen für die Gäste- und Trainingspisten.
Wiedereröffnung so bald wie möglich
Sobald es die Bedingungen zulassen, soll der Sommerskibetrieb für Gäste wieder aufgenommen werden. Der temporäre Stopp sei ein harter Schlag für die Zermatt Bergbahnen, die dem Sommerskibetrieb strategische Bedeutung beimessen. Er sei eine wichtige Stütze des alpinen Skirennsports und fördere insbesondere den Nachwuchs.
Gemeinsam mit Swiss-Ski und internationalen Partnern wollen die Betreiber auch künftig alles daran setzen, den Sommerskibetrieb dort anzubieten, wo es die Natur erlaubt.