Diese Zutaten stecken in der neuen Kalbsbratwurst
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Ein Viertel beiges Pulver:Diese Zutaten stecken in der neuen Kalbsbratwurst

Erbsenprotein statt Fleisch
Zoo Zürich streicht die Kalbsbratwurst von der Speisekarte

Im Zoo Zürich gibts keine klassische Kalbsbratwurst mehr. Zusammen mit dem Grossmetzger Mérat hat der Zoo eine Art «Hybrid-Wurst» entwickelt.
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Der Zoo Zürich nimmt die klassische Kalbsbratwurst vom Grill.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zoo Zürich ersetzt Kalbsbratwurst durch klimafreundliche Bio-Erbsenprotein-Wurst
  • Durch Erbsenprotein sinken Treibhausgasemissionen pro Wurst um 20 Prozent
  • Zoo verkauft jährlich 100'000 Würste, spart dabei 60 Tonnen CO₂
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Generationen von Kindern haben mit den Grosseltern oder dem Götti den Zoo Zürich besucht – und im Restaurant eine Bratwurst mit Pommes frites gegessen. Jetzt müssen die Besucher aber umdenken. Denn der Zoo streicht den Gastro-Klassiker Kalbsbratwurst von der Speisekarte. Und ersetzt ihn durch eine Wurst, die Bio-Erbsenprotein enthält. Zuerst hat «20 Minuten» darüber berichtet.

Die neue Wurst ersetzt im Zoo künftig die klassische Variante komplett. Und das ist erst der Anfang: Weitere Produkte wie Cervelats oder Hackfleisch sollen ebenfalls teilweise durch Erbsenprotein ersetzt werden, wie der Zoo in einer Mitteilung verkündet. Gemeinsam mit der Grossmetzgerei Mérat wurde eine Wurst entwickelt, bei der rund ein Viertel des Fleisches durch Bio-Erbsenprotein ersetzt wird. Sie wird in allen Restaurants und Kiosken im Zoo verkauft.

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Soll auch Fleischfans überzeugen

Der Zoo betont: «Auf den Geschmack der Wurst hat das keinen Einfluss, auf die verursachten Treibhausgasemissionen dagegen schon.» Um rund 20 Prozent seien diese pro Wurst reduziert. «Gerechnet auf durchschnittlich 100'000 verkaufte Kalbsbratwürste pro Jahr ist der Effekt erfreulich», schreibt der Zoo in einer Medienmitteilung. Hochgerechnet aufs Jahr ergibt das eine Einsparung von rund 60 Tonnen CO₂. Das entspricht 233 Autofahrten von Zürich nach Rom.

Der Zoo geht offensiv mit der Änderung auf der Speisekarte um, hat mit «Wurst bleibt Wurst» sogar einen eigenen Slogan kreiert. «Uns war es wichtig, eine Wurst zu entwickeln, die zwar klimafreundlicher ist als das Original, aber dennoch möglichst viele Menschen anspricht», sagt Marcel Ritter, Leiter Zoo Restaurants GmbH. Und fügt an: «Weil sich am Geschmack nichts ändert, wird sie auch Fleischfans überzeugen. Sie soll dazu anregen, den eigenen Fleischkonsum zu hinterfragen und Gewohnheiten im besten Fall zu ändern.»

Zwei Jahre lang getüftelt

Auch bei der Metzgerei Mérat ist man überzeugt von der neuen Wurst. Sie soll schon bald nicht nur im Zoo auf den Grill kommen, sondern schweizweit verkauft werden. «22 Prozent des Fleisches sind bei der neuen Wurst durch Protein aus biologisch angebauten Erbsen ersetzt», sagt Mérat-CEO Reto Maurer. Zwei Jahre lang haben er und seine Mitarbeitenden an der Klimabratwurst getüftelt.

«Wir haben verschiedene Varianten getestet, bis Geschmack, Qualität, Tierwohl und Nachhaltigkeit zusammengepasst haben», sagt er. Wie die neue Wurst bei den Zoobesuchern ankommt, wird sich zeigen.

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