Nach Schlappe bei US-Wahlen
Jetzt stürzt auch Trumps Medienimperium ab

Donald Trump verliert an allen Fronten. Seine Niederlage an den Wahlurnen zeigt sich auch an der Börse. Die Aktie seiner Trump Media & Technology Group kennt nur eine Richtung – und notiert mittlerweile im niedrigen einstelligen Bereich.
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Donald Trump hat zurzeit nichts zu lachen.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

  • Truth-Social-Aktie fällt nach den Midterms auf 3.30 Franken, seit Jahresbeginn um 70 Prozent tiefer
  • Demokraten gewinnen beide Kongresskammern und können ab Januar wichtige Ausschüsse kontrollieren
  • Nach dem Rekordausverkauf erholen sich Techwerte wie Nvidia, Intel und Tesla am Freitag leicht
Sven Schumann
Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Donald Trump (80) erlebt eine Woche zum Vergessen. Nach dem historischen Absturz seiner Partei bei den Parlamentswahlen vom vergangenen Dienstag folgte für den US-Präsidenten auch an der Börse ein Fiasko: Die Aktien seines Technologieunternehmens, der Trump Media & Technology Group (TMTG), stürzten nach der Wahlschlappe ab. Zum Unternehmen gehört neben der Social-Media-Plattform Truth Social auch ein Streamingdienst.

Seit dem Börsengang im März 2024 hat die Aktie damit massiv an Wert verloren. Am Freitag kostete sie nach Börsenschluss nur noch 3.30 Franken. Zuvor war sie am Mittwoch, dem Tag der Wahlergebnisse, um ein Viertel gesunken. Im Vergleich zum Jahresbeginn notiert sie gar 70 Prozent niedriger. Somit beträgt der Wert des Unternehmens nach den Midterm-Wahlen noch etwas mehr als 400 Millionen Franken. Ein Rückgang von mehr als 90 Prozent gegenüber dem Höchstwert von 4,9 Milliarden Franken kurz nach dem Börsengang vor rund zweieinhalb Jahren.

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Der Einsturz zeigt: Der Erfolg von Trumps Medienunternehmen steht und fällt mit dem politischen Einfluss des amtierenden Präsidenten. Und dieser ist nun deutlich geschmälert. Wenn der neu gewählte Kongress Anfang Januar das erste Mal zusammentrifft, kontrollieren die Demokraten wichtige Parlamentsausschüsse. In diesen können sie Trumps Politik, aber auch sein Geschäftsgebaren unter die Lupe nehmen.

Historischer Machtwechsel

Am Dienstag hatten die amerikanischen Stimmberechtigten das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt. Für die Republikaner setzte es einen Denkzettel: Nach der deutlichen Niederlage mussten sie ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus aufgeben. Auch im Senat kippten die Machtverhältnisse auf die Seite der Demokraten. Die Märkte reagierten zunächst euphorisch auf den klaren Sieg. Doch bereits am Donnerstag schlug die Stimmung um. An der Börse kam es zu einem historischen Ausverkauf. Noch nie ging an einem Tag so viel Börsenwert verloren wie am 5. November. Besonders Tech-Aktien waren betroffen.

Am Freitag kam es nach dem historischen Einbruch zu einer leichten Erholung an den Börsen: Stark gebeutelte Konzerne wie der Chiphersteller Nvidia (+2,4 Prozent), Intel (+6,5 Prozent) oder Tesla (+4,3 Prozent) legten wieder zu.

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