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Sicherheit in Krisenzeiten:Darum ist der Goldpreis so wichtig

Wichtige Marke geknackt – Experten ordnen ein
Der Goldpreis zieht wieder an – kommt jetzt der nächste Boom?

Nach Monaten des Sinkflugs fasst der Goldpreis plötzlich wieder Tritt. Kürzlich hat die Feinunze wieder die Marke von 4000 Dollar geknackt. Doch wie nachhaltig ist das Comeback wirklich? Zwei Schweizer Finanzexperten erklären, wie es beim Goldpreis jetzt weitergeht.
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Nach dem Absturz im Herbst klettert der Goldpreis endlich wieder nach oben.
Foto: Imago

Darum gehts

  • Goldpreis erholt sich nach Schlappe, aktuell wieder auf über 4100 Dollar
  • Hauptgrund für das Comeback ist der geschwächte US-Dollar nach den US-Zwischenwahlen
  • Experten von VZ und ZKB bremsen die Hoffnung auf einen dauerhaften Boom
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Erst rauf, dann runter – und jetzt wieder im Plus: Beim Goldpreis geht es 2026 drunter und drüber. Das Jahr startete mit einem echten Kursfeuerwerk. Ende Januar kletterte die Feinunze auf ein Allzeithoch von 5595 Dollar pro Feinunze. Danach sackte das Edelmetall dramatisch ab. Ende Oktober rutschte der Kurs gar unter die Marke von 4000 Dollar – der tiefste Stand seit einem Jahr.

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Zuletzt meldete sich das Edelmetall jedoch zurück. Am Mittwoch holte sich Gold die 4000er-Marke zurück. Am Freitag notierte die Feinunze bei rund 4070 Dollar. Warum geht es beim Goldpreis plötzlich wieder aufwärts? Und ist beim beliebten Edelmetall mit einer neuen Rally zu rechnen?

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Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Wir halten dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden – hier im Liveticker.

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Rückenwind aus den USA

Christoph Sax, Anlagechef bei dem VZ Vermögenszentrum, macht die Midterms als Grund für den Kurs-Boost aus: «Nach den US-Zwischenwahlen hat Gold vor allem deshalb zugelegt, weil sich der Dollar abgeschwächt hat.» Die Logik dahinter ist simpel: Gold wird weltweit in Dollar bezahlt. Gibt der Dollar nach, wird das Edelmetall für Käufer ausserhalb der USA auf einen Schlag billiger. Das kurbelt die Nachfrage an.

Kommt jetzt der Dauer-Boom? Zumindest bei J.P. Morgan ist man enorm optimistisch. Die US-Grossbank hob ihr ohnehin hohes Kursziel für Gold kürzlich von 6000 auf 6300 Dollar an – was etwa 164'000 Franken pro Kilo entspricht. In einem Blogbeitrag spricht das Institut von einem «potenziellen Einstiegspunkt für langfristige Investoren».

Ganz so zuversichtlich ist der VZ-Experte nicht. Für ihn sind die jüngsten Kursentwicklungen keineswegs ein Anzeichen für einen anhaltenden Aufschwung. Weil es auf festverzinsliche Anlagen wieder gute Zinsen gibt, greifen viele lieber dort zu. «Eine ungebremste Fortsetzung der jüngsten Rally ist eher nicht zu erwarten», bremst Sax die Hoffnungen der Gold-Fans.

Erholung auf wackligen Beinen

Auch Simon Lustenberger, Leiter Anlagestrategie der Zürcher Kantonalbank, bleibt vorsichtig: «Die Erholung des Goldpreises muss sich in den kommenden Wochen bestätigen.» Eine harte Probe könnte eine erneute Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember sein. Höhere Zinsen würden Anleger wieder in Richtung Anleihen treiben.

Lustenberger sieht aber auch Lichtblicke: «Die Vorzeichen für eine Erholung haben sich aufgehellt.» Denn der Erdrutschsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen nehme viel politische Unsicherheit aus dem Markt. Zudem fallen die Ölpreise, weil ein schnelleres Ende des Iran-Kriegs winkt. Das bremst die Inflation – und nimmt der US-Notenbank den Druck für weitere Zinserhöhungen. Für das zinslose Gold ist das eine gute Nachricht.

Danach müssen Anleger Ausschau halten

Für die kommenden Monate rät Sax, zwei Entwicklungen genau zu verfolgen. An erster Stelle steht die US-Notenbank Fed. Entscheidend sei, wie konsequent die Währungshüter gegen die Teuerung vorgehen. «Die US-Notenbank macht ihren Job, toleriert aber eine etwas erhöhte Inflation», schätzt Sax. Das treibt den Goldpreis nach oben. Denn: Während der Dollar wegen der Teuerung an Wert verliert, erhält Gold für Anleger langfristig die Kaufkraft.

Der zweite Faktor sei die US-Finanzpolitik. «Unter Trump ist die Fiskalpolitik sehr expansiv», so Sax. Das heisst im Klartext: Unter US-Präsident Donald Trump (80) gibt der Staat massiv Geld aus. Das treibt die Staatsschulden weiter in die Höhe. Auch nach den Zwischenwahlen stünden keine grossen Sparpakete an, so der Anlageexperte. Stattdessen erwartet er neue Budgetkonflikte in Washington – und genau dieser Zündstoff könnte Gold weiteren Auftrieb geben.

Keine Empfehlung für Anleger

Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

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