Darum gehts
- J.P. Morgan hebt das Goldziel auf 6300 Dollar je Unze
- Der Preis liegt nach starken Schwankungen bei rund 4160 Dollar
- Physisches Gold, ETCs und Minenaktien haben jeweils eigene Vor- und Nachteile
Nach einem Rekordhoch im Januar zweifelten Investoren im ersten Halbjahr plötzlich an Gold. Das Edelmetall sackte von über 133'000 Franken pro Kilo (rund 5600 Dollar pro Feinunze) auf unter 105'000 Franken (unter 4000 Dollar pro Feinunze) ab. Inzwischen hat sich die Lage jedoch stabilisiert. Aktuell liegt der Preis bei rund 110'000 Franken pro Kilo (ca. 4160 Dollar pro Feinunze).
Nun sorgte vor kurzem die US-Grossbank J.P. Morgan mit einer optimistischen Prognose für Aufsehen: Sie hob ihr ohnehin hohes Kursziel für Gold von 6000 auf 6300 Dollar an – was etwa 164'000 Franken pro Kilo entspricht. In einem Blogbeitrag spricht das Institut von einem «potenziellen Einstiegspunkt für langfristige Investoren».
Steigende Zinsen als Risiko
Die Grossbank zählt damit zu den grössten Optimisten am Markt. Sie begründet die ambitionierte Prognose unter anderem mit der Erwartung, dass Zentralbanken künftig wieder vermehrt Gold kaufen werden. Zudem dürfte das Edelmetall erneut eine wichtigere Rolle zur Absicherung gegen Risiken wie Inflation und hohe Staatsschulden spielen.
Gleichzeitig warnt J.P. Morgan vor anhaltend hoher Volatilität. Insbesondere steigende Zinsen stellen ein Risiko dar, da Gold selbst keine Zinsen abwirft.
So kannst du in Gold investieren
Wer sich der zuversichtlichen Prognose der US-Banker anschliessen und in Gold investieren möchte, muss dafür nicht zwingend einen Tresor im eigenen Keller einbauen.
Du kannst zwar durchaus in physisches Edelmetall investieren – in Form von Barren oder Münzen wie dem klassischen Schweizer Goldvreneli. Der Nachteil: Händler verlangen beim Kauf einen Preisaufschlag von teils mehreren Prozent. Zudem musst du die sichere Aufbewahrung regeln. Ein Bankschliessfach zum Beispiel verursacht laufende Kosten und verringert so die Rendite.
Alternativ kannst du auch Gold-Wertpapiere kaufen. Instrumente wie Indexfonds und Exchange Traded Commodities (ETCs) bilden den Goldpreis nahezu eins zu eins ab. Sie sind meist günstiger und einfacher zu handeln als physisches Gold und häufig direkt mit dem Edelmetall hinterlegt.
Aktien bieten Chancen und Risiken
Eine weitere beliebte Option sind Goldminen-Aktien. Statt direkt in das Metall zu investieren, beteiligt man sich an den Unternehmen, die es aus dem Boden holen. Das hat zwei Vorteile: Bei steigenden Goldpreisen legen die Kurse der Minenbetreiber oft überproportional zu, und viele dieser Unternehmen schütten zusätzlich Dividenden aus.
Allerdings bringen Minenaktien zusätzliche Risiken mit sich: Fehlentscheidungen des Managements, steigende Produktionskosten, politische Unsicherheiten oder Streiks in den Abbaugebieten können die Entwicklung belasten.
Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.
Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.