Discounter lässt Federn – doch auch die Konkurrenz baut laufend um
Aldi Schweiz stellt Lieferdienst ein

Das schwierige Lieferdienstgeschäft im Foodbereich fordert das nächste prominente Opfer: Aldi Schweiz verabschiedet sich von seinem Lieferdienst.
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Aldi Now wurde Ende 2021 lanciert.
Foto: Aldi Schweiz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Aldi Schweiz beendet Lieferdienst Aldi Now Ende August in mehreren Städten
  • Strategische Neuausrichtung und hohe Kosten der «letzten Meile» als Gründe
  • Coop.ch 2025 mit 375 Mio. Franken Umsatz, überholt Migros Online
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Aldi Schweiz verabschiedet sich von seinem Lieferdienst Aldi Now. Nach vier Jahren zieht der Discounter den Stecker. Kunden in Städten wie Bussigny VD, Bern, Genf, Basel und Luzern wurden bereits informiert: Der Service endet Ende August. Das bestätigte eine Aldi-Sprecherin gegenüber der «SonntagsZeitung». Offiziell begründet Aldi die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung unter dem Motto «Rückbesinnung zum wahren Discounter». Gemäss Informationen der «SonntagsZeitung» soll der Dienst Ende September auch im Raum Zürich eingestellt werden – dies wird von Aldi jedoch nicht bestätigt. 

Der Rückzug kommt nicht überraschend. Die Heimlieferung von Lebensmitteln boomte zwar während der Pandemie, doch in der Schweiz bleibt das Geschäft ein schwieriges Terrain. Besonders die «letzte Meile» – die Zustellung bis an die Haustür – ist aufwendig und teuer. Branchenexperten verweisen seit langem auf die geringe Skalierbarkeit des Markts und die hohen Kosten.

Schwieriger Markt in der Schweiz

Laut der «SonntagsZeitung» arbeitete Aldi bei Aldi Now mit der Firma 7Days zusammen, die Same-Day-Lieferungen anbot. «Das stellte besondere Anforderungen an die operative Planung und Umsetzung», so Mikaël Esteban von der 7Days-Geschäftsleitung. Weder Aldi noch 7Days planen Entlassungen aufgrund des Ausstiegs, jedoch sind Anpassungen in der Organisation notwendig.

Nicht nur Aldi kämpft mit der Wirtschaftlichkeit von Lieferdiensten. Die Migros Aare stellte 2023 My Migros ein. Erst im April zog die Migros auch beim Lieferdienst Smood den Stecker. Migros Online verlor 2025 zudem Marktanteile an Hauptkonkurrent Coop.ch, der mit einem Umsatz von 375 Millionen Franken erstmals vorbeizog.

Trotz eines neuen Verteilzentrums in Regensdorf ZH bleibt die Profitabilität von Migros Online unklar. Experten wie Nordal Cavadini von Alixpartners sehen weiterhin Schwierigkeiten für kleinere Anbieter, da die Schweiz mit ihren kleinen Städten und hohen Lohnkosten problematisch bleibt. Beispiele wie die gescheiterten Dienste Notime, Farmy und Smood zeigen, wie schwer das Geschäft ist. Nur wenige wie der österreichische Schnelllieferdienst Alfies wagen sich noch in diesen Markt

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