Die Obsthalle in Sursee LU geht zu
44 Jobs weg – Fenaco macht Luzerner Standort von Tochterfirma dicht

Die Fenaco-Tochter Inoverde schliesst ihren ältesten und kleinsten Standort in Sursee LU bis 2027. Hohe Investitionen und Kostendruck machen die Schliessung nötig. Ein Sozialplan soll Lösungen für die betroffenen Mitarbeitenden bieten.
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Fenaco schliesst den Standort seines Tochterunternehmens Inoverde in Sursee LU.
Foto: Inoverde

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Inoverde schliesst Standort Sursee LU bis 30. Juni 2027
  • Hohe Investitionen und niedrige Mengen machen Standort unrentabel
  • 44 Mitarbeitende, Sozialplan und Unterstützung bei Stellensuche geplant
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Für die älteste Filiale der Fenaco-Tochter Inoverde schlägt das letzte Stündlein: Der Früchte- und Gemüseverarbeiter schliesst sein Leistungszentrum in Sursee LU, wie die «Luzerner Zeitung» zuerst berichtet. Am 30. Juni 2027 gehen die Türen der Obsthalle, wie der Standort in der Nachbarschaft genannt wird, für immer zu. 44 Mitarbeitende verlieren ihre Stelle. 

Inoverde will die Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung von Kern- und Steinobst künftig nur noch über die verbleibenden Zentren in Perroy VD und Charrat VS abwickeln, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Nun ist das entsprechende Konsultationsverfahren abgeschlossen, die Schliessung damit definitiv.

Investitionen waren zu hoch

Der Grund für den Kahlschlag in der Zentralschweiz: Die Investitionen, die der Standort Sursee in den nächsten Jahren gebraucht hätte, waren zu hoch. So heisst es in der Mitteilung: «Diese lassen sich aufgrund des kompetitiven Marktumfelds und der vergleichsweise geringen Verarbeitungsmenge am Standort nicht rechtfertigen.» Der extreme Preis- und Kostendruck bricht dem Zentrum letztlich das Genick – bei zu kleinen verarbeiteten Mengen. Perroy und Charrat bieten dagegen deutlich bessere Zukunftschancen: Diese würden «über eine zeitgemässe Infrastruktur und Potenzial für die Weiterentwicklung» verfügen. 

Auch das Obst muss woanders hin

Für die betroffenen Angestellten kommt ein Sozialplan zum Zug: «Nach Möglichkeit» sollen diese an den anderen Inoverde-Standorten oder bei der Fenaco-Landi-Gruppe weiterbeschäftigt werden. Wer das nicht kann oder will, bekomme Hilfe bei der externen Stellensuche.

Auch bei den regionalen Obstproduzentinnen und Obstproduzenten brennt der Baum. Sie brauchen jetzt dringend neue Abnehmer. Inoverde spannt dafür mit der Tobi Seeobst AG aus Bischofszell TG zusammen – und bietet den Betrieben Anschlusslösungen. «Dank der Partnerschaft können wir unseren Produzentinnen und Produzenten auch nach der Schliessung des Standorts Sursee Kontinuität und Planungssicherheit bieten», lässt sich Michel Nick, Vorsitzender der Inoverde-Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitieren.

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