Coop und Migros senken Preise
So viel kostet Lindt-Schokolade jetzt in den Supermärkten

Lindt und andere Premiummarken kriegen derzeit zu spüren, wie schnell Preiserhöhungen den Konsumenten auf den Magen schlagen. Der Premium-Hersteller aus Kilchberg ZH gibt nun Gegensteuer bei den Preisen – zu sehen in den Supermärkten.
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Lindt-Regal in einem Coop-Supermarkt.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lindt senkt Schoggi-Preise, Coop und Migros geben tiefere Preise weiter
  • Preis für Lindt-Tafelschokolade (200 Gramm) sinkt um 1 Franken auf 4.95 Franken
  • Lindt-Aktie seit Februar 2026 von 128'600 auf 94'200 Franken gefallen
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Süsse Überraschung für Schoggi-Fans: In den Supermärkten werden derzeit die Preise der teuren Lindt-Schokoladen gesenkt. Die beiden grossen Detailhändler Coop und Migros bestätigen entsprechende Blick-Informationen. «Die Preissenkungen der Lindt-Produkte haben wir vollständig an unsere Kunden und Kundinnen weitergegeben», sagt Coop-Sprecherin Céline Venetz. 

Preisbeispiele: Für Lindt-Tafelschokolade (Milch-Nuss, 200 Gramm) zahlen Coop-Kunden neu einen Franken weniger als bisher. Natürlich ist 4.95 Franken pro Tafel immer noch ein stolzer Preis. Die Senkung von 16,8 Prozent kann sich aber sehen lassen.

Die Milch-Schoggi von Lindt (100 Gramm) kostet neu 3.20 Franken statt bislang 3.60 Franken. Cresta Classic (100 Gramm) steht nun mit 3.95 Franken am Regal, zuvor waren es 4.30 Franken. Bei den Lindt-Pralinés habe Coop bereits nach Ostern die Preise zwischen 15 und 20 Prozent gesenkt, so die Sprecherin weiter.

Handel gibt Lindt-Senkungen weiter

Auch die Migros greift zum Rotstift: Neben Tafelschokoladen sind nun auch Lindts Connaisseurs-Pralinen (230 Gramm) günstiger: Sie kosten neu 19.95 statt bislang 24.95 Franken. 

Damit setzt der Kilchberger Premium-Schokoladenproduzent Lindt & Sprüngli tatsächlich die Ankündigung von Anfang Mai 2026 um, die eine Sprecherin im SonntagsBlick machte. Sie sprach damals von «Anpassungen von bis zu 20 Prozent, die unter anderem Connaisseurs-Pralinés, Kirschstängeli oder den Lindt-Teddy betreffen». Auch bei diversen Tafelschokoladen werde man die Preise senken, hiess es.

Konsumenten werden wählerischer

Lindt hatte in den Vorjahren die Preise immer wieder erhöht. Das taten auch andere Branchenunternehmen mit der Begründung höherer Rohstoffpreise, zum Beispiel für Kakao. Gleichzeitig machte die allgemeine Teuerung aber Druck auf die Kaufkraft der Kundschaft.

Verkaufsvolumen gingen zurück. Denn wer sparen muss, greift bei Luxusprodukten, zu denen Lindor-Kugeln und Co. ebenfalls gehören, weniger oft und stark zu. Bleiben die Preise hoch, können selbst bekannte Premium-Produkte wie die Lindt-Goldhasen zum Ladenhüter mutieren. 

Üblicherweise kann Lindt höhere Preise mit Leichtigkeit durchsetzen. Doch selbst an der Börse ist man sich da nicht mehr so sicher. Die Namenaktie von Lindt & Sprüngli – teuerste Aktie der Schweiz – hat seit dem Jahreshöchststand im Februar 2026 von 128'600 Franken auf rund 94'000 Franken gefallen. Das ist ein Minus von über 34'000 Franken pro Papier.

Lindt-Anleger dürften nun umso mehr genau beobachten, wie den Konsumenten die Preissenkungen im Handel schmecken.

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