Übertriebene Panikreaktion an den Märkten
Von Wirtschaftsredaktor Martin Schmidt
Die grosse Unsicherheit rund um den Iran-Krieg bescherte den Märkten einen tiefroten Start in die Woche. Am Abend sieht das Bild aber bereits wieder deutlich versöhnlicher aus. Der Schweizer Leitindex SMI steht bei Börsenschluss noch gut 0,7 Prozent im Minus, nachdem er am Vormittag um knapp 3 Prozent eingebrochen ist.
Der DAX in Deutschland erholt sich nach einem Taucher um 2,4 Prozent und schliesst rund -0,8 Prozent unter dem Niveau des vorangegangenen Handelstags. Die US-Märkte reagierten bei ihrer Öffnung am Nachmittag nur noch geringfügig.
Der Grund: Der Ölpreis hat bis dahin wieder deutlich nach unten korrigiert – auf rund 100 US-Dollar pro Fass. In den frühen Morgenstunden lag ein Fass der Marke Brent kurzzeitig bei über 120 US-Dollar. Das hatte die Märkte vorübergehend in Panik versetzt.
Weitere Preisanstiege beim Öl sind deshalb aber noch lange nicht vom Tisch, wie eine Rohstoffexpertin im Interview mit meinem Kollegen Christian Kolbe ausführt.
Die Ölpreisentwicklung am heutigen Tag erklärt, weshalb sich der japanische Leitindex Nikkei 225 bis zum Börsenschluss deutlich weniger stark erholt hat. Die japanische Börse öffnet wegen der Zeitdifferenz acht Stunden vor jener in Zürich, weshalb ein Teil der Ölpreiserholung nach dem dortigen Börsenschluss erfolgte. Der Nikkei 225 schloss mit knapp 5 Prozent im Minus.
An den Märkten herrscht seit Tagen grosse Unruhe. Wie sollen Anlegerinnen und Anleger mit dieser Situation umgehen? Nathalie Benn und Michael Hotz haben die entsprechenden Ratschläge bei einem Experten eingeholt.
Gemäss US-Regierung soll der Krieg innerhalb von vier Wochen beendet sein. Sollte er deutlich länger dauern, sagt der Ökonom Nouriel Roubini harte Zeiten für die Weltwirtschaft voraus. Analysten ordnen für Blick ein, was an Roubinis Prognosen dran ist.
Schweizer Börse startet erneut rot in den Tag
Von Nathalie Benn, Redaktorin Wirtschafts-Desk
Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs steht der Schweizer Aktienmarkt enorm unter Druck: Die ganze letzte Woche über schrieb der Leitindex der Schweizer Börse SMI tiefrote Zahlen, insgesamt verlor er 6,6 Prozent – das grösste Wochenminus seit Ausrufung von Donald Trumps (79) sogenanntem «Liberation Day» Anfang April 2025.
Von den Folgen des Kriegsausbruchs haben sich die Märkte noch nicht erholt. Die Schweizer Börse startet am Montag erneut mit Verlusten in den Tag. Der Leitindex SMI verliert zum Handelsauftakt 1,03 Prozent, wenig später büsst er gar knapp 3 Prozent ein.
Bereits in der Nacht auf Montag gaben die asiatischen Börsen einen Vorgeschmack auf den heutigen Handelstag in Europa: In Tokio stürzte der Nikkei-Index um mehr als 6 Prozent ab. Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea, wo der KOSPI über 7 Prozent verlor.
SMI geht nach Kriegsausbruch auf Tauchstation
von Wirtschafts-Redaktorin Milena Kälin
Der Leitindex der Schweizer Börse SMI schrieb diese Woche tiefrote Zahlen. Am Freitagabend schloss der Kurs bei 13'095,5 Punkten. Innerhalb einer Woche verlor der SMI 6,6 Prozent. Erst gerade in der Vorwoche knackte der Leitindex die wichtige Marke von 14'000 Punkten zum ersten Mal.
Das ist das grösste Wochenminus seit einem Jahr. Damals im letzten April verlor der SMI in einer Woche 9,3 Prozent. Schuld war die Ankündigung der US-Zölle am sogenannten Liberation Day durch US-Präsident Donald Trump.
Besonders hart trifft es die Papiere der Uhren- und Luxusgüterkonzerne. Die Aktien von Richemont sind in einer Woche um über 9 Prozent eingebrochen. Der Uhrenhersteller Swatch muss ein Minus von 13 Prozent wegstecken.
Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs gingen die Börsen weltweit auf Tauchstation. Vor allem der starke Anstieg des Ölpreises verunsicherte die Investoren. Ähnlich wie diese Woche sah es beim Ausbruch des Kriegs in der Ukraine aus: Innert einer Woche verlor der SMI damals 5,7 Prozent.
Für überhastete Verkäufe gibt es gemäss Experten aber keinen Grund. Meine Kollegen Nathalie Benn und Michael Hotz haben für dich zusammengefasst, was Anleger nun wissen müssen.
Anleger werden nervös – SMI bricht um 3 Prozent ein
Von Patrik Berger, Redaktor Wirtschafts-Desk
Der Schweizer SMI ist am zweiten Handelstag nach Ausbruch des Irankriegs mit einem Minus von 1,5 Prozent gestartet. Die Anleger sind nervös. Im Laufe des Vormittags hat der Leitindex immer stärker nachgegeben. Am Mittag steht bereits ein Minus von 3 Prozent zu Buche.
Der deutsche Dax steht mit einem Minus von 4 Prozent da. Der Euro Stoxx 50 steht bei einem Minus von 3,6 Prozent. Auch der französische CAC 40 ist tiefrot: Minus 3,2 Prozent.
SMI büsst auch am Dienstag ein – Start mit einem Minus von 1,5 Prozent
Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschafts-Desk
Erneut startet der SMI mit einem deutlichen Minus. Der Schweizer Leitindex verliert am Dienstag zum Handelsstart 1,5 Prozent. Die Anspannung an den Finanzmärkten bleibt also auch am zweiten Börsentag nach dem Beginn des Iran-Kriegs gross.
Bereits am Montag mussten die Börsen bluten. Der SMI ging mit einem Minus von 1,3 Prozent aus dem Handel. Der breite Index SPI büsste ebenfalls 1,3 Prozent ein. Am meisten litten die Aktien der Uhren- und Luxusgüterunternehmen. Der Titel von Richemont verlor 5,8 Prozent, jener von Swatch gar 6,5 Prozent.
Börsen schliessen auf breiter Front im Minus
Von Patrik Berger, Redaktor Wirtschafts-Desk
Die Unsicherheit nach dem Angriff auf den Iran war gross an den globalen Finanzmärkten. Bislang fiel die Reaktion an den Börsen aber weniger stark aus als erwartet. Der befürchtete grosse Aktien-Ausverkauf nach Ausbruch des Iran-Krieges bleibt aus.
Der SMI schliesst mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 13'834.1 Punkten. Der SPI liegt am Ende des Handelstages mit 19'007,4 Punkten mit 1,3 Prozent im Minus.
Am meisten litten Werte aus der Uhren- und Luxusgüterbranche, so Richemont (-5,8 Prozent) oder Swatch (-6,5 Prozent). Geopolitische Unsicherheiten treffen Hersteller von Luxusgütern oft stärker, da sie die Nachfrage belasten, wie Cash.ch berichtet. Aber auch Avolta (-6,5 Prozent) oder der Flughafen Zürich (-3,3 Prozent) sind von den Unterbrechungen im internationalen Flugverkehr betroffen.
Der deutsche DAX gibt um 2,4 Prozent nach, der französische CAC 40 schliesst mit einem Minus von 2,1 Prozent. Der Euro Stoxx 50 liegt mit 2,4 Prozent im Minus.
Ähnlich die Situation in den USA. Der Dow-Jones-Index liegt mit 48'743.6 Punkten mit 0,4 Prozent im Minus. Der breiter gefasste S&P 500 notiert 1,1 Prozent im Minus. Die Technologiebörse Nasdaq hält sich mit einem Minus von 0,3 Prozent vergleichsweise solid.
Nach Angriff auf den Iran – US-Börsen starten im Minus
Von Patrik Berger, Redaktor Wirtschafts-Desk
Am ersten Handelstag seit dem Angriff auf den Iran starten die US-Börsen am Montag im Minus. Der Dow Jones liegt mit 1,1 Prozent im Minus. Der Nasdaq startet mit einem Minus von 0,9 Prozent. Der S&P taucht mit minus 0,8 Prozent. Schon kurz nach Eröffnung stabilisieren sich die US-Börsen aber. Der SMI steht bei Börseneröffnung in New York bei minus 1,8 Prozent.
Wegen Iran-Krieg: Schweizer Börse startet rot in den Tag
Von Nathalie Benn, Redaktorin Wirtschafts-Desk
Der von den USA und Israel gestartete Angriff auf den Iran rüttelt die globalen Börsenmärkte ordentlich durch. So startet die Schweizer Börse am heutigen Montag mit Verlusten in den Tag: Der Schweizer Leitindex SMI verliert zum Handelsauftakt 1,5 Prozent und rutscht auf 13'773 Punkte ab. Zum Vergleich: Am Freitag vor Börsenschluss lag der Index bei 14'014 Punkten.
Auch an der Wall Street, die erst um 15:30 Uhr Schweizer Zeit in den Handel startet, zeichnen sich für den heutigen Montag tiefere Notierungen ab. Die zunehmende Unsicherheit der Anleger hatte die US-Börse bereits zum Ende der Vorwoche fest im Griff: Der Dow Jones sank am Freitag um 1,1 Prozent und auch der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent nach.
Die Börsen im Nahen Osten waren derweil auch am gestrigen Sonntag geöffnet – und schlossen allesamt im Minus. Eine Einordnung von meinem Kollegen Michael Hotz dazu findest du hier. In Saudi-Arabien büsste der wichtigste Aktienindex beispielsweise 2 Prozent ein. Auch im Oman gab die Börse rund 2 Prozent nach, in Jordanien 1,6 Prozent und in Bahrain rund 1 Prozent. Am deutlichsten war das Minus in Ägypten, wo der Leitindex gar 2,5 Prozent fiel.
Börsen im Nahen Osten verlieren am Sonntag deutlich
Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschafts-Desk
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Börsen im Nahen Osten auf Talfahrt geschickt. Die dortigen Aktienmärkte, die am Sonntag regulär geöffnet hatten, erlitten deutliche Kursverluste.
Der Leitindex in Saudi-Arabien gab 2 Prozent nach, obwohl die Aktie des Ölkonzerns Aramco um 3,4 Prozent zulegte. In Jordanien ging es an der Börse um 1,6 Prozent nach unten, in Oman um 2 Prozent und in Bahrain um 1 Prozent. Der Börsenbetrieb im israelischen Tel Aviv wurde am Sonntag ausgesetzt.
Entsprechend dürfte am Montag auch der Wochenstart an der Schweizer Börse eher düster ausfallen. Was genau zu erwarten ist, erfährst du in dieser Einordnung von mir.
Schweizer Franken steigt zum Euro auf Rekordhoch
Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschafts-Desk
In die Devisenmärkte ist am Freitag plötzlich Bewegung gekommen. Der Franken legte gegenüber dem Euro deutlich zu – und kletterte auf den höchsten Stand aller Zeiten im Vergleich mit der europäischen Gemeinschaftswährung.
Der Euro fiel unter die Marke von 91 Rappen, auf noch 0.9079 Franken, wie zuerst «Cash» berichtet hat. Ein neuer Rekord, sieht man von kurzfristigen Bewegungen bei der Auflösung der Euro-Mindestgrenze der Schweizerischen Nationalbank 2015 ab.
Damit bestätigt die Schweizer Währung erneut ihren Ruf als sicherer Hafen. An den Märkten geht die Angst um, dass sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zuspitzen könnte. So hat das Weisse Haus den Angestellten der Botschaft in Israel empfohlen, das Land zu verlassen. Und selbst in der Trump-Regierung wächst die Angst vor einem «ewigen Krieg». Die Analyse dazu von meiner Kollegin Chiara Schlenz liest du hier. Die Sorgen vor einer Verschärfung des Konflikts hat auch den Goldpreis steigen lassen.