Eskalation im Nahen Osten – steigende Ölpreise und fallende Kurse erwartet
Kommts am Montag zum bösen Erwachen an der Börse?

Der Konflikt im Nahen Osten hat das Potenzial, die Weltwirtschaft in die Krise zu stürzen. Dort haben die Börsen am Sonntag deutlich eingebüsst. Vieles deutet in der Schweiz auf einen tiefroten Börsenstart hin. Gewisse Anlagen dürften aber profitieren.
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Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Folgen für die Aktienmärkte.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Konflikt in Nahost verschärft, Ölpreise und Börsen schwanken seit 1. März
  • Strasse von Hormus: 20 % des globalen Ölverbrauchs verläuft durch Meerenge
  • Ölpreis könnte auf 120 Dollar steigen, Brent-Öl am Freitag 72 Dollar
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

An den Börsen darf man sich auf einen schwierigen Start in die Woche einstellen: Die Aktienmärkte dürften am Montag mit Kursverlusten loslegen. Denn der eskalierte Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die geopolitische Lage deutlich verschlechtert. Dauert er länger an, könnte er die Weltwirtschaft in eine Krise stürzen.

Das liegt vor allem an der Strasse von Hormus, einer für den Schiffsverkehr strategisch wichtige Meerenge. Durch die Passage, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, wird rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert. Entsprechend dürften die Ölpreise deutlich steigen. Die Bank Barclays rechnet damit, dass sich Öl der Sorte Brent auf 100 Dollar pro Barrel verteuert. Zum Vergleich: Am Freitag kletterte der Ölpreis auf gut 72 Dollar. Experten prognostizieren gar einen Preisanstieg auf 120 Dollar, sollte die Eskalation länger anhalten.

Kursverluste an den Börsen im Nahen Osten

Was die Schweizer Anleger am Montag erwarten könnte, zeigt ein Blick an die Börsen im Nahen Osten. Trotz des Konflikts waren sie regulär geöffnet – und schlossen allesamt im Minus. In Saudi-Arabien büsste der wichtigste Aktienindex 2 Prozent ein – der grösste Tagesverlust seit dem Zoll-Rundschlag von US-Präsident Donald Trump (79) Anfang April 2025. Noch grössere Kursverluste verhinderte der staatliche Ölkonzern Aramco, dessen Aktien um 3,4 Prozent zulegten.

Im Oman gab die Börse rund 2 Prozent nach, in Jordanien 1,6 Prozent und in Bahrain rund 1 Prozent. Die Börse in Tel Aviv blieb am Sonntag zu. Am deutlichsten war das Minus in Ägypten, wo der Leitindex gar 2,5 Prozent fiel.

Legen Gold und der Franken zu?

Die Eskalation im Nahen Osten dürfte die Flucht in sogenannte sichere Häfen weiter befeuern. Gold und der Schweizer Franken gelten als krisensichere Anlagen. Entsprechend könnte die hiesige Währung etwa gegenüber dem Dollar und dem Euro weiter zulegen. Und der Goldpreis dürfte einen Sprung nach oben machen. Interessant: Der Bitcoin zeigt sich am Sonntag sehr stabil. Nach Kursverlusten am frühen Samstagmorgen hat sich die Kryptowährung wieder erholt und hält sich bei rund 67'000 Dollar.

Letztlich entscheidend ist, wie die Märkte die Verschlechterung der geopolitischen Lage verdauen. Noch sind die Folgen des Konflikts im Nahen Osten nicht absehbar. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass er noch etwas anhalten wird. Deshalb dürften sich die Aktienmärkte in nächster Zeit sehr volatil präsentieren. Entsprechend gilt für Privatanleger am Montag: ruhig Blut bewahren – auch wenn es an den Börsen zum Start in die Woche zuerst nach unten geht.

Keine Empfehlung für Anleger

Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

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