SMI eröffnet wegen Trumps Strafzöllen im Minus
Der Zollhammer hat die Börsen heute fest im Griff: auch in der Schweiz. Der SMI eröffnet am Morgen mit einem Minus von 1,5 Prozent mit 12'405,68 Punkten. Die Reaktion auf die 31 Prozent Zölle, welche Donald Trump der Schweiz aufs Auge drückt, fällt deutlich aus. Kurz vor dem Mittag verliert der SMI schon 1,8 Prozent.
Besonders hart treffen die Zölle die Uhrenhersteller. Richemont und Swatch tauchen: minus 4 Prozent! Am stärksten verlieren die Papiere von Logitech (minus 10 Prozent). Auch die UBS muss Federn lassen: minus 5 Prozent.
Auch in Deutschland gehts abwärts: Der Dax rutscht zum Handelsstart auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar: Der deutsche Leitindex verliert 2,3 Prozent. Der französische CAC 40 verliert minus 1,8 Prozent.
Börsen reagieren negativ auf Trumps Zölle – Nikkei tiefrot
An den Börsen kommen die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump (78) gar nicht gut an. Der japanische Nikkei ist bei Eröffnung um mehr als vier Prozent eingebrochen. Der Index fiel damit auf ein Achtmonatstief! Das erstaunt nicht: Trump kündigte eine Zollbelastung von 24 Prozent auf japanische Waren an. Am Ende des Handelstages liegt der Nikkei 3 Prozent im Minus.
An den US-Börsen ist es nach der Zoll-Ankündigung zu massiven Kursverlusten gekommen. Vor allem Technologiewerte stürzten im nachbörslichen Handel ab. Apple fiel um 6,1 Prozent, Microsoft um zwei Prozent und Nvidia um 4,7 Prozent. Amazon gab fünf Prozent nach, Meta fiel 4,7 Prozent und Tesla verlor 5,9 Prozent. Damit nicht genug: Für Alphabet ging es drei Prozent runter, für Alibaba 3,9 Prozent und für Netflix 2,8 Prozent.
Das deutet auf schwere Verluste bei der Eröffnung der US-Börsen am Donnerstag hin. Auch in der Schweiz: Der SMI steht vorbörslich bei der IG Bank 1,1 Prozent tiefer, wie cash.ch berichtet.
Im Gegenzug sind sichere Häfen gesucht. So ist der Goldpreis in der Nacht auf einen Rekord von 3167,84 US-Dollar geklettert. Zuletzt wurde die Feinunze bei 3149 Dollar gehandelt. Am Devisenmarkt wiederum wird der US-Dollar gerade gemieden. Das Euro/Dollar Paar notiert aktuell bei 1,0911. Am Mittwochabend ging es noch zu 1,0856 über den Tisch. Auch zum Franken verliert der Greenback an Boden. So werden aktuell 0,8760 Franken je Dollar gezahlt. Am Vorabend musste man noch 0,8824 Franken über den Tresen reichen.
Schwedischer Versicherungsriese verkauft alle Tesla-Anteile
Über die letzten sechs Monate von Tesla könnte man ein Buch schreiben. Nachdem Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl im November gewonnen hatte, schwebte der Elektrobauer auf Wolke Sieben. Durch CEO Elon Musk hat man plötzlich einen direkten Draht zum US-Präsidenten. Die Aktie ging in der Folge durch die Decke und legte innerhalb von eineinhalb Monaten um mehr als 90 Prozent zu.
Doch seit dem Jahreswechsel holpert es ziemlich auf dem Tesla-Weg. Musks politische Eskapaden sorgen für Kopfschütteln bei der Kundschaft. Die chinesischen Stromer-Konkurrenten holen derweil stark auf. In diesem Jahr sind die Verkaufszahlen um zwei Drittel eingebrochen. Im gleichen Zeitraum fällt die Aktie um fast 30 Prozent, auch wenn sie sich in den letzten Tagen etwas stabilisiert hat.
Schlechte News vor Verkaufszahlen
Das könnte sich aber schnell wieder ändern. Heute Abend kommuniziert der E-Autohersteller seine weltweiten Verkaufszahlen fürs erste Quartal. Ein starkes Ergebnis ist nicht zu erwarten. Im Vorhinein kommt aber an einer anderen Front eine weitere schlechte Nachricht.
Die Folksam-Gruppe, einer der grössten Versicherer in Schweden, verkauft seine kompletten Tesla-Anteile. Grund dafür sei Teslas Umgang mit den Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechten seiner Mitarbeiter, so der Konzern. Tesla befindet sich in Schweden seit längerem im Streit mit der Gewerkschaft IF Metall, weil sich der Autobauer weigert, einen Tarifvertrag zu unterzeichnen. Die Probleme werden für den Elektrobauer also nicht kleiner.
SMI vor Trumps «Liberation Day» unter Druck – Pharma verliert deutlich
Am Mittwochabend Schweizer Zeit kommt es zum Showdown: US-Präsident Donald Trump präsentiert sein neues Zollpaket. Seit Anfangs Woche zittern die Aktienmärkte rund um den Globus. Und auch an diesem Mittwoch zeigt sich an den Börsen: Die Sorgen rund um den Handelskrieg und dessen ungewissen Folgen auf die Weltwirtschaft sind allgegenwärtig – insbesondere in Europa.
Die europäischen Finanzmärkte erleiden gerade Verluste. Der deutsche DAX liegt kurz vor dem Mittag 0,9 Prozent im Minus, der wichtigste britische Index FTSE 100 0,7 Prozent. Auch in Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Italien büssen die Leitindexe ein.
In der Schweiz gibt der SMI ebenfalls nach – minus 0,7 Prozent. Vor allem die Pharmabranche zieht den Index dabei nach unten. Lonza liegt mit 2,4 Prozent im roten Bereich, Roche mit 2,3 und Novartis mit 1,2 Prozent. Der Grund ist schnell gefunden. Die Pharma- und Chemie-Industrie ist mit einem Anteil von rund 50 Prozent die wichtigste Exportbranche der Schweiz. Der Medikamenten-Sektor wäre also stark betroffen.
Im Vorfeld zeigen sich die Pharmaverbände besorgt, aber nicht komplett panisch. Interpharma ist beispielsweise überzeugt, dass die Schweiz viele Argumente gegen die US-Zölle hätte.
Zoll-Zampano Trump lässt Goldpreis weiter steigen
Beim Goldpreis geht die Rally ungebremst weiter. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg im frühen Handel an der Börse in London um knapp 0,8 Prozent bis auf fast 3148 Dollar, was rund 2776 Franken entspricht. Bereits am Montag war der Goldpreis erstmals über die Marke von 3100 Dollar geklettert.
Damit ist der Goldkurs seit dem Jahresbeginn um rund 20 Prozent gestiegen. Damit stellt Gold seinen Ruf als sicherer Hafen unter Beweis. Bei Unsicherheiten flüchten sich die Anleger in stabile Anlagen. Getrieben wird die Angst an den Finanzmärkten von Donald Trumps (78) Zollpolitik.
Für den Mittwoch hat der US-Präsident den «Liberation Day» ausgerufen. Der 2. April ist für Trump also der «Tag der Befreiung». An diesem läutet er die nächste Runde im Handelsstreit ein und setzt neue Zölle in Kraft. Warum dich das interessieren sollte, zeigen wir dir in dieser Übersicht auf.
Die Rekordjagd beim Gold ist aber auch auf die derzeitigen geopolitischen Risiken zurückzuführen. So gibt es bei den Bemühungen um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg wenig Fortschritte. Und im Nahen Osten hat sich die Lage wieder zugespitzt, nachdem das israelische Militär seine Bodenangriffe im Gazastreifen ausgeweitet hat.
Börsen tauchen kurz vor Trumps «Liberation Day»
Das ist ein zäher Auftakt in eine entscheidende Börsenwoche! Der Schweizer Aktienmarkt und auch andere wichtige europäische Börsenplätze sind am Montag tiefrot in die neue Börsenwoche gestartet. Die Sorgen rund um den von den USA losgetretenen Handelskrieg und dessen ungewissen Folgen auf die Weltwirtschaft haben die Aktien unter Druck gesetzt. Dabei hätten Inflationsängste und Konjunktursorgen spürbar zugenommen, hiess es im Handel.
News und Aussagen aus dem Weissen Haus zur US-Zollpolitik hätten die Unsicherheit unter Anlegerinnen und Anleger über das Wochenende befeuert, hiess es weiter. Dabei warf auch der von US-Präsident Donald Trump sogenannte «Tag der Befreiung in Amerika» seine Schatten voraus. Am Mittwoch will Trump ein breit angelegtes Zollpaket vorstellen. Unklar ist noch, wie von der «Zollkeule» betroffene Staaten darauf reagieren werden. Das musst du dazu wissen.
An der Schweizer Börse büsste der SMI am Montag 1,9 Prozent auf 12'598 Punkte ein. Damit bleibt er seit Jahresbeginn aber noch immer mit rund 1000 Punkten im Plus.
Auch andere europäische Märkte waren unter Druck. In Frankfurt verlor der DAX 1,3 Prozent, der Cac 40 in Paris 1,6 Prozent und der FTSE 100 in London 0,9 Prozent. Der US-Leitindex Dow Jones hielt sich bis zum Europaschluss im Plus, dies allerdings nach deutlichen Abgaben am Freitagabend.
An der Schweizer Börse waren zu Wochenbeginn insbesondere bei Technologiewerten wie Logitech (-4,4%) oder VAT (-3,4%) starke Abschläge zu sehen. Aber auch UBS (-3,8%) gab stark nach. Die Titel der Grossbank blieben von der Diskussion um eine politisch geforderte, deutlich dickere Kapitaldecke belastet, so ein Händler.
Trump-Aussagen lassen die Börsen rot starten
Am Mittwoch soll es soweit sein. Am 2. April will Donald Trump sein grossangelegtes Zollpaket verkünden. Die bereits bekannten Auto-Zölle könnten nur ein Vorgeschmack sein auf weitere Sonderabgaben. «Man würde mit allen Ländern anfangen», erklärte der US-Präsident am Sonntag. Der Handelskrieg geht in die nächste Runde.
Dieses klare Statement schockte am Montagmorgen die Schweizer Börse. Der SMI notierte mehr als ein Prozent tiefer. Am stärksten traf es die Aktien von Logitech (-3,4 Prozent). Auch die Technologietitel ABB (-3,3 Prozent), VAT (-2,3 Prozent) und die Finanztitel UBS (-2,9 Prozent) und Partners Group (-2,6 Prozent) starteten in deutlichem rot in die Woche.
Auch international sind die Börsen stark im Minus
Besonders heftig fallen die Kurse im asiatischen Markt. In Japan verliert der Leitindex Nikkei um gut 4 Prozent und fällt auf den niedrigsten Stand seit September. In Deutschland gibt der Dax ebenfalls mehr als ein Prozent nach. Der amerikanische Nasdaq steht am Morgen bei Minus 2,6 Prozent.
Tesla-Aktie steigt stark an – der Rest der Branche darbt
Donald Trump (78) verkündete am Mittwochabend Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Auto-Importe aus dem Ausland. Und die Zölle werden langfristig bleiben, wie Trump klarstellt: «Sie sind dauerhaft.»
Das setzt die grossen globalen Automobilhersteller unter Druck. Deren Aktien haben am Donnerstag durchs Band starke Verluste eingefahren. Die Kurse von Branchenprimus Toyota (Japan) und des asiatischen Herausforderers Hyundai (Südkorea) wie auch jene der deutschen Player BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz büssen zwischen 2 und 3,5 Prozent ein.
Der heimliche Sieger von Trumps Strafzöllen ist Tesla – die Firma von Trump-Intimus Elon Musk (53). Der Elektroautobauer aus Kalifornien legt am Donnerstag im frühen New Yorker Handel um 7 Prozent zu! Warum Musk sich dank Trump ins Fäustchen lachen kann, liest du hier in der Analyse.
Trumps Zollhammer sorgt für grosse Verluste bei Auto-Aktien
Der nächste Zollhammer aus dem Weissen Haus: Donald Trump (78) hat am Mittwochabend Zölle von 25 Prozent auf Auto-Importe aus dem Ausland verkündet. Die Zölle seien «dauerhaft» und sollten für alle Autos gelten, die nicht in den USA produziert worden seien.
Ein harter Schlag für die betroffenen Länder. Darunter Mexiko, Japan, Südkorea, Kanada und Deutschland. Die Auswirkungen sind auch am Aktienmarkt zu sehen. Der deutsche Dax verliert im frühen Handel am Donnerstagmorgen 1,5 Prozent. Besonders betroffen sind natürlich die Autobauer: Die Volkswagen und BMW-Aktie fällt um 4, Porsche und Mercedes um 4,5 Prozent.
In Japan siehts ähnlich aus. Toyota verlor am Donnerstag im Handel über 2 Prozent. Und in den USA notieren die Autobauer vorbörslich ebenfalls tiefer, Ford verliert 4, Tesla 1,5 Prozent.
Wall Street holt auf – Tesla-Aktie steigt stark
An den US-Börsen stehen die Zeichen auf Erholung. Der bekannteste US-Index Dow Jones Industrial knüpfte an die Erholungsversuche der Vorwoche an. Und ist fast zurück auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Die Anleger hoffen offenbar, dass die nächste Runde der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle gezielter und auch massvoller ausfallen könnte als bisher befürchtet.
Die Aktien von Tesla, im Bild CEO Elon Musk, führten die Kursgewinner unter den «Magnificent 7», also den sieben grössten und bedeutendsten Tech-Werten, mit einem Kursanstieg von 10,4 Prozent an. Damit setzten die Aktien des Elektroautobauers ihre jüngste Erholung nach dem massiven Kursverfall der vergangenen Wochen fort und sind Spitzenwert im Nasdaq 100.