Marke neu angemeldet
Feiert die Kult-Airline Balair bald ein Comeback?

Die Balair war einst eine Swissair-Vorgängerin. Später hatte die Basler Airline ein zweites Leben als Chartergesellschaft. Nun hat ein Aargauer die Marke erneut registrieren lassen. Das steckt dahinter.
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Aufnahme kurz vor dem Ende unter dem Dach der SAirGroup: eine Balair-Maschine im Jahr 2001 auf dem Rollfeld des Zürcher Flughafens.
Foto: Keystone

Darum gehts

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Michael Heim Handelszeitung
Michael Heim
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Nicht nur die Swissair hat noch immer Anhänger, auch der Fanclub der Balair scheint nicht auszusterben. Vor kurzem wurde die Marke neu beim Markenregister angemeldet. Hinter dem Antrag steht die Zürcher Firma Agrima International, die seit 2023 auch die Marke Belair hält und kurzfristig Inhaberin der Marke Swisscargo war.

Mit der Balair würde nicht nur eine der ältesten Airline-Marken wiederauferstehen, es wäre auch der zweite Neustart. Der Brand geht zurück auf die 1925 gegründete Basler Luftverkehrs-Aktiengesellschaft, die bald unter dem Label Balair auftrat. Die Gesellschaft hatte indes ein kurzes Leben, wurde sie doch 1931 infolge der Weltwirtschaftskrise vom Bund dazu genötigt, mit der Zürcher Ad Astra zu fusionieren. Die Swissair war geboren – und die Marke Balair fürs Erste gegroundet.

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RMS
Artikel aus der «Handelszeitung»

Dieser Artikel wurde in der «Handelszeitung» veröffentlicht. Weitere spannende Artikel finden Sie unter www.handelszeitung.ch.

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Letztmals 2017 gegroundet

Zum zweiten Anlauf kam es 1953, als der Kanton Basel-Stadt die Neugründung einer Fluggesellschaft beschloss, präsidiert vom späteren Bundesrat Hans Peter Tschudi. 1957 nahm sie den Charterbetrieb auf. Doch auch die Balair II blieb nicht lange unabhängig. 1959 stieg die Swissair ein, ab 1972 hielt sie die Aktienmehrheit.

Balair II am Flughafen Basel-Mulhouse: Ab 1979 verkehrte die DC 10 für den Ferienflieger.
Foto: Balair

Der Charterflieger kam indes zunehmend in Turbulenzen. 1993 wurden Balair und CTA fusioniert und 1995 als Balair-CTA bereits wieder parkiert. Zwar reaktivierte die Swissair ihre Tochter 1997 noch einmal, doch auch das hielt nicht lange. Aus Gründen.

Nach dem Ende der Swissair im Jahr 2001 übernahm der Reiseveranstalter Hotelplan zwei Flieger und flog sie unter der Marke Belair weiter. 2009 stieg schliesslich Air Berlin bei der Gesellschaft ein und machte die einstige Balair zum Billigflieger unter dem eigenen Label. Bis sie selber 2017 groundete.

Neustart als Belair: Eines der verbleibenden Balair-Flugzeuge im November 2001 am Flughafen Zürich.
Foto: Keystone

Unklar ist, was Agrima-Eigentümer Hans Meier mit der Marke Balair vorhat. Als Zweck sind klassische Kategorien einer Airline wie «Beförderungsdienstleistungen einer Fluggesellschaft» im Register hinterlegt worden. Gegenüber der Handelszeitung wollte der Aargauer keine Angaben dazu machen. Wir warten gespannt auf den Take-off.

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