«Aussergewöhnlich stark»
Iran-Krieg beschert Swiss Mega-Quartalsgewinn

Die grösste Schweizer Airline vermeldet einen Quartalsgewinn von 30 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr ist es eine satte Zunahme um 26,7 Millionen. Der Grund ist der Krieg im Nahen Osten. Doch die gestiegenen Treibstoffkosten machen sich erst noch bemerkbar.
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Die Swiss machte von Januar bis März 2026 einen Betriebsgewinn von 30 Millionen Franken.
Foto: AFP via Getty Images
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Die Schweizer Airline Swiss ist erstaunlich gut ins neue Jahr gestartet: Im ersten Quartal 2026 kletterte der Betriebsgewinn auf exakt 30 Millionen Franken, wie aus den am Mittwoch publizierten Zahlen hervorgeht. Auffällig ist der Unterschied zum selben Zeitraum im Vorjahr: Damals betrug der Gewinn 3,3 Millionen Franken – er hat sich also mehr als verneunfacht! Der Umsatz stieg derweil nur leicht um 0,3 Prozent auf 1,22 Milliarden Franken.

Dennis Weber, Finanzchef der Swiss, erklärt dazu: «Der März war aussergewöhnlich stark.» Der Krieg im Iran habe die Nachfrage «spürbar angekurbelt und die Erlöse steigen lassen». Denn: Weil der Luftraum im Nahen Osten und damit wichtige Drehkreuze wie der Flughafen in Dubai oder Doha über längere Zeit geschlossen waren, wichen Passagiere auf andere Strecken und Airlines aus. Auf einzelnen Swiss-Strecken habe dies die Nachfrage spürbar angekurbelt, heisst es in der Mitteilung.

Explodierende Kerosinpreise machten sich noch nicht bemerkbar

Mit Blick auf die kommenden Monate hält sich die Freude bei der Lufthansa-Tochter in Grenzen: «Gleichzeitig sind höhere Treibstoffkosten noch nicht voll durchgeschlagen», so Weber weiter. Die Preisveränderungen machen sich erst «mit einem gewissen Zeitverzug» bemerkbar. Durch die Versorgungsengpässe aufgrund des Krieges im Nahen Osten ist der Preis für das Flugbenzin in den letzten Monaten geradezu explodiert.

Auch Weber bestätigt: «Aktuell liegt der Kerosinpreis annähernd doppelt so hoch wie vor dem Irankrieg.» Im April habe die Swiss die Auswirkungen bereits deutlich gespürt, obwohl sie sich durch Preisabsicherungen – sogenanntes Hedging – teilweise vor steigenden Kerosinpreisen schützen konnte. Die Folge: Das zweite Quartal dieses Jahres dürfte deutlich weniger rosig aussehen: «Dann werden die Belastungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt deutlich steigen», so der Finanzchef.

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