Erste Eindrücke des Rhein-Glaces sind positiv
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«Mega erfrischend und fein»:Erste Eindrücke des Rhein-Glaces sind positiv

Ausgefallene Glace-Idee
So schmeckt Rhein am Stiel

Eine Glace wie der Rhein: Seit dem 10. Juli begeistert die Zürcher Rhein Glace Badegäste in Flaach. Hergestellt aus Algen und regionalen Zutaten, verbindet sie Genuss mit Umweltbewusstsein – und sorgt für Gespräche und Wiederholungstäter.
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In dieser frechen Verpackung erscheint die Zürcher Rhein Glace.
Foto: Raphaël Dupain

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zürcher Rhein Glace seit 10. Juli in Flaach erhältlich
  • Hergestellt aus Rhein-Grundwasser und Algen, inspiriert von Natur
  • Projekt mit 250'000 CHF vom Kanton Zürich gefördert

Seit Tagen sorgt sie für Gesprächsstoff in der Badi in Flaach ZH: die Zürcher Rhein Glace. Blick will es genau wissen – und wagt den Test: Beim Auspacken wehrt sich die eiskalte Versuchung erst noch gegen das Probeschlecken. 

Doch als der Stängel endlich den Weg aus der Verpackung gefunden hat, schimmert eine petrolgrüne Wasserglace am Stiel im Sonnenlicht.

Die Farbe erinnert auf den ersten Blick an die Farbe des Rheinwassers. Das wirkt zunächst etwas abschreckend. Nach dem ersten vorsichtigen Schlecken ist die Wasserglace allerdings in wenigen Minuten verputzt. Der leicht süssliche Geschmack im Abgang verleiht der Glace einen angenehm erfrischenden Geschmack. Blick-Test bestanden. 

Seit dem 10. Juli gibt es die Glace exklusiv im Restaurant Stäubisund im Badi-Kiosk Flaach zu kaufen. Dort stösst sie auf grossen Anklang, wie Sonja Gmür, Leiterin des Restaurants Stäubis, sagt: «Wir haben sie jetzt seit einer Woche im Verkauf und sie kommt bei unseren Gästen sehr gut an.» Spannend zu beobachten sei dabei auch, dass sie bei Badi-Besuchern jeglicher Altersklasse gut ankommt. Die Glace schmeckt den einen so gut, dass gleich Nachschlag besorgt werden muss.

Auch die weiteren Besucher der Badi sind von der Glace angetan, lediglich ein junger Feriengast beschreibt den Geschmack der Glace als «zu bitter». Auf die Frage, ob er die Glace noch einmal kaufen würde, schüttelt er entschlossen den Kopf.

Was hat es mit der Glace auf sich?

Die Idee hinter der Glace stammt von der Zürcher Designfirma Somebodyelse. Projektleiterin Eliane Zihlmann sagt zur Idee: «Wir wollten das Thema Wasser auf eine neue Art erlebbar machen. Eine Glace ist sinnlich, direkt und zugänglich – und schafft ein überraschendes Erlebnis und eine Geschichte, die viel zugänglicher ist als sachliche Informationen zu unseren Gewässern.»

Mit diesem Ansatz wurde auch das Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) überzeugt. Dort wurde die Idee im vergangenen Jahr im Zuge des Projekts «Hallowasser» eingereicht und mit einer Investition von bis zu 250'000 Franken gefördert. Katharina Weber, Sprecherin der Baudirektion des Kantons Zürich, sagt: «Die Zürcher Rhein Glace verbindet Genuss mit Sensibilisierung und zeigt auf, wie wichtig eine intakte Umwelt für uns ist.»

Dass dies gut funktioniert, kann Sonja Gmür bestätigen: «Die Glace öffnet Türen für Gespräche und fördert das Bewusstsein für die Inhaltsstoffe.» So sollen viele Kundinnen und Kunden auch nach mehr Informationen zur Glace gefragt oder angeregt diskutiert haben. Einige Familien seien gar schon zwei- bis dreimal gekommen, um die Glace zu essen.

Dabei sind die Zutaten alles andere als gewöhnlich. Hergestellt wurde die Glace mit Wasser aus dem Grundwasserstrom des Rheins. Hinzu kommen Algen, von denen die Glace ihre knallgrüne Farbe erhält, Weide, Mädesüss, Zitronenthymian und Sanddorn. Dem Sanddorn verdankt die Glace auch ihre besondere Note.

Für diese verantwortlich ist der Schaffhauser Sternekoch Adrian Bührer (40). Auch für ihn war die Kreation der Glace eine «neue Situation», da er zuvor noch keine Glacen am Stiel hergestellt hat. Mit der Glace wollte er bewusst eine Verbindung von Natur und Kulinarik schaffen. Bei der Rezeptur habe er sich deshalb bewusst für Zutaten entschieden, «die in der Nähe des Wassers wachsen».

Dabei war es ihm besonders wichtig, regionale Produkte zu verwenden, «die nicht alle Leute sofort auf dem Schirm haben». Den Geschmack der Glace beschreibt er wie einen «Kräutereistee am Stiel». Mit dem Aroma des Rheins habe sie jedoch nichts gemein: «Man kann keine Glace machen, die nach Flusswasser schmeckt.»

Folgen bald weitere Sorten?

Die überwiegend positiven Reaktionen auf die Zürcher Rhein Glace rufen schon neue Ideen auf den Plan. Projektleiterin Eliane Zihlmann sagt: «Für uns zeigt sich darin, dass sowohl das Thema als auch der gewählte Zugang bei den Menschen auf Interesse stossen.»

So liegt auch die Frage nach weiteren See- oder Fluss-Glacen nicht fern. Auf der Website heisst es dazu: «Bald – wir sind in der Entwicklung». Gut möglich also, dass schon bald eine Zürich See Glace an den Ufern der Stadt zum Verkauf angeboten wird.

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