Aufatmen für Passagiere – Kehrtwende nach nur knapp 2 Monaten
Lufthansa und Swiss krebsen bei Mega-Stornogebühren zurück

Die massiv teureren Gebühren für Flugstornierungen sind bei der Lufthansa ab dem 3. Juni Geschichte. Nach weniger als zwei Monaten schafft sie der Konzern wieder ab. Ob der Frust der Vielflieger dabei eine Rolle spielte?
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Swiss-Passagiere dürfen aufatmen: Die Airline schafft die saftigen Preisaufschläge bei den Stornierungsgebühren wieder ab.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lufthansa schafft höhere Stornierungsgebühren ab dem 3. Juni 2026 wieder ab
  • Die Erstattungsgebühren für den Flex-Tarif entfallen weitestgehend, ausser für First-Class
  • Konzern begründet Entscheid damit, dass sich die operativen Rahmenbedingungen stabilisiert haben
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

So schnell, wie sie gekommen sind, sind sie auch wieder verschwunden: Nur für rund zwei Monate galten bei der Lufthansa und einigen Tochter-Airlines – darunter auch bei der Swiss – für gewisse Strecken deutlich höhere Stornierungsgebühren. Jetzt schafft sie der deutsche Konzern bereits wieder ab, wie das Reiseportal Reisetopia zuerst berichtet. Aber von vorn.

Mit der Ankündigung Anfang April machte die Lufthansa einige treue Vielflieger hässig: Die Fluggesellschaft gab bekannt, die Grundgebühren für eine Flugstornierung per 7. April «bis auf weiteres» zu erhöhen. Die Aufschläge betrafen vor allem den beliebten und teureren Flex-Tarif. Entfiel auf diesen bei einer Stornierung zuvor keine Grundgebühr, mussten Passagiere je nach Reiseklasse neu 600 bis 1500 Euro berappen. Die Anpassungen galten auch für die Swiss – bei der Schweizer Airline war aber seit jeher eine kleine Grundgebühr fällig. 

Anpassungen werden wieder rückgängig gemacht

Die hohen Erstattungsgebühren führte die Lufthansa spezifisch für Destinationen in Asien und Ozeanien (ausgenommen Australien, China, Japan, Malaysia und Singapur) sowie die Länder Südafrika, Mauritius, Brasilien und die Seychellen ein.

Jetzt nimmt die Fluggesellschaft die Anpassungen wieder zurück, wie aus einer internen Mitteilung an Reiseunternehmen hervorgeht. Heisst: Der Flex-Tarif wird weitestgehend wieder gebührenfrei. Nur für die First-Class bleibt eine deutlich reduzierte Grundgebühr von 800 statt 1500 Euro bestehen. Die Änderung tritt am 3. Juni in Kraft. 

Neue Erstattungsgebühren

Reiseklasse Flex-Tarif bisher Flex-Tarif neu
Economy600 Eurogebührenfrei
Premium Economy700 Euro gebührenfrei
Business1000 Eurogebührenfrei
First1500 Euro800 Euro
Reiseklasse Green-Tarif bisher Green-Tarif neu
Economy400 Euro150 Euro
Premium Economy1000 Euro400 Euro
Business1500 Euro500 Euro
First2000 Euro1000 Euro

Gegenüber Blick begründet ein Lufthansa-Sprecher die Rückkehr zu den alten Tarifen mit «der Stabilisierung der operativen Rahmenbedingungen». Man habe die Tarife im Frühjahr 2026 temporär «vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfelds und eines zunehmend dynamischen Buchungs- und Stornierungsverhaltens» eingeführt.

Ob auch verärgerte E-Mails der Kundschaft die Entscheidung beeinflusst haben? Darüber schweigt der Sprecher. Und was sagt die Swiss zur Änderung? «Im Frühling 2026 waren die Regeln für Ticket-Rückerstattungen wegen einer besonderen Situation strenger. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt», so ein Sprecher zu Blick. Die Frage nach den Reaktionen der Kunden lässt auch er offen. 

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