Darum gehts
- Makarska verbietet seit letzter Woche nächtlichen Alkoholverkauf zwischen 21 und 6 Uhr
- Verbot betrifft nur Geschäfte, nicht aber Bars, Restaurants und Cafés
- Ähnliche Pläne in Split: Strafen von 2000 bis 39'810 Euro bei Verstössen
Die Preise in Kroatien steigen. Und schrecken damit Touristen ab. Gewisse Strände an der Adriaküste sind jetzt leerer als sonst. Trotzdem ist Kroatien immer noch ein beliebtes Ferienland. Alleine in den ersten fünf Monaten 2026 verbrachten Touristen über 14 Millionen Nächte in dem Land mit rund 3,9 Millionen Einwohnern. Von gähnender Leere kann also nicht die Rede sein, wie auch Leserinnen und Leser Blick schildern.
Der ganze Touri-Trubel hat jedoch Schattenseiten: etwa der Party-Tourismus. Als erste Stadt des Landes greift der Ferienort Makarska nun durch – und führt ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot ein. Zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens dürfen Geschäfte keine alkoholischen Getränke mehr verkaufen, wie unter anderen das kroatische Nachrichtenportal Index.hr berichtet. Die Massnahme folgt als Reaktion auf die Touristenmassen, die nachts laut durch die Gassen der Altstadt torkeln, den Strand und die Strassen zumüllen und das historische Zentrum der Stadt beschädigen.
Andere Städte schliessen sich an
Makarska ist nicht die einzige kroatische Stadt, in der Alkohol-Verbot ein Thema ist. In Split, Zadar und Hvar wird über ähnliche Massnahmen verhandelt. Split wird schon seit Jahren von betrunkenen Touristenmassen überrannt. Der dortige Gesetzesentwurf sieht laut dem Bericht Bussen zwischen 2000 und 39'810 Euro vor für Händler, die gegen das Verkaufsverbot verstossen.
In Makarska haben die dortigen Händler wenig Freude am nächtlichen Alkoholverkaufsverbot. Sie fühlen sich dadurch benachteiligt. Die Massnahmen betreffen nämlich nur Detailhändler, Kioske und Bäckereien. Restaurants, Bars und Cafés dürfen weiterhin unbegrenzt alkoholische Getränke ausschenken.
Im Ferienparadies herrscht Donnerwetter
Das Ferienland Kroatien musste sich zuletzt auch mit dem Wetter herumschlagen. Am Dienstagmorgen brach über Rovinj ein riesiges Gewitter los – ganz plötzlich und unerwartet. «Es war sehr stark, die Hagelkörner waren definitiv grösser als Ping-Pong-Bälle», sagte eine Leserin (33). Das war nicht das einzige Wetterphänomen, das sich bemerkbar machte. Am Montag kam es in Mali Lošinj zu Überflutungen. Der Auslöser? Ein Meteotsunami — also ein Tsunami, der durch gewitterbedingte Luftdruckänderungen entsteht.
Die jüngsten Wetterkapriolen sind nicht das Einzige, was den Feriengästen zu schaffen macht. Am beliebten Strand Bumbiste in Medulin gilt derzeit ein Badeverbot. Die Gemeinde Medulin teilte mit: Die Gewässer könnten mit Fäkalien verschmutzt sein. Es sei bei Bauarbeiten zu einem Rohrbruch gekommen, das verschmutzte Abwasser fliesst jetzt ins Meer.