Darum ist Hitze gefährlich
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Über 27 mögliche Beschwerden:Darum ist Hitze so gefährlich

«Akute Gefahr für Gesundheit»
Unia fordert Hitzefrei für Bauarbeiter

Bauarbeiter in der Schweiz müssen diese Woche bei brütender Hitze schuften. Die Gewerkschaft Unia warnt vor lebensgefährlichen Bedingungen bei Temperaturen über 30 Grad – und fordert gar einen Arbeitsstopp ab 33 Grad.
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Jetzt kommt die Gluthitze.
Foto: Toini Lindroos

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Gewerkschaft Unia fordert einen Arbeitsstopp ab 33 Grad auf Baustellen in der Schweiz
  • Jährlich erkranken rund 1000 Bauarbeiter an berufsbedingtem Hautkrebs
  • Unfallrisiko steigt laut Suva bei über 30 Grad um 7 Prozent
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Marian NadlerRedaktor News

Von oben scheint die pralle Sonne, von unten kocht der Asphalt. Unter diesen Extrembedingungen leisten Bauarbeiter in dieser Woche schwere körperliche Arbeit. Die Gluthitze ist dabei nicht nur belastend, sondern eine akute Gefahr für Gesundheit und Arbeitssicherheit, mahnt die Gewerkschaft Unia in einer Medienmitteilung. Extreme Hitze könne zu Dehydrierung, Sonnenstich und Hitzeschlag führen.

Auch diese Zahl schockiert: Jährlich erkranken rund tausend Büezer an berufsbedingtem Hautkrebs. Damit nicht genug: Gemäss Suva steigt das Unfallrisiko auf Baustellen an Tagen mit über 30 Grad um sieben Prozent. Angesichts des Klimawandels nehme die Gefahr zudem von Jahr zu Jahr zu. Schon im Mai seien Rekordtemperaturen erreicht worden.

«Das ist ein Skandal!»

Die Unia macht in der Medienmitteilung manchen Arbeitgebern Vorwürfe. Der neue Landesmantelvertrag Bauhauptgewerbe, der dieses Jahr in Kraft getreten ist, sieht vor, dass die Arbeit eingestellt werden muss, wenn die Gesundheit der Bauarbeiter gefährdet ist. Daran halten sich laut Unia aber nicht alle Baufirmen. 

«Zentraler Problemfaktor dabei ist der hohe Termindruck der Auftraggeber. Selbst öffentliche Bauherren fordern zunehmend unrealistische Bauzeiten und setzen diese mit Konventionalstrafen knallhart durch», bemängelt die Gewerkschaft. «Die Bauarbeiter bauen unsere Wohnungen, Spitäler, Schulen und Verkehrswege. Dass ihre Gesundheit geopfert wird, um unnötig kurze Bautermine zu erfüllen, ist ein Skandal!»

Arbeitgeber müssen Mitarbeiter schützen

Nun fordern die Gewerkschafter einen vorübergehenden Arbeitsstopp ab 33 Grad im Freien. Kommt es zum Arbeitsstopp, sollen Baufristen nach hinten verlegt werden. Andernfalls droht die Gewerkschaft mit einer Einstellung der Arbeit.

Auch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) betont in einer Mitteilung die Unerlässlichkeit von Schutzmassnahmen bei über 30 Grad im Schatten. «Arbeitgebende haben die gesetzliche Pflicht, die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu schützen», unterstreicht der grösste Unfallversicherer der Schweiz. Die Arbeitgeber sollen bei Temperaturen bis 28 Grad unter anderem schattige Pausenzonen und Zugang zu Trinkwasser ermöglichen. Ab 28 Grad sollen schwere Arbeiten in die frühen Morgenstunden verlegt werden.

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Unfallgefahr steigt bei höheren Temperaturen

Ausserdem soll genügend Zeit zum Trinken und Erfrischen gewährt werden. Ab 33 Grad sollen sehr schwere Arbeiten auf das absolut nötige Minimum reduziert werden. Ausserdem wird laut Suva bei Arbeitsplatzkontrollen darauf geachtet, dass Zusatzpausen an einem kühlen oder schattigen Ort eingelegt werden. 

«So werden Arbeiterinnen und Arbeiter vor gesundheitlichen Risiken wie Sonnenstich, Hitzekrämpfen oder Hitzschlag geschützt. Solche Hitzeerkrankungen können zu gesundheitsbedrohlichen Zuständen bei der betroffenen Person führen. Speziell betroffen sind Personen, die schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten», teilt die Suva weiter mit. Dass es bei erhöhten Temperaturen mehr Unfälle gebe, sei statistisch belegt.

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