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Ammann schlägt im Olympia-Kampf zurück

Felix Trunz oder Simon Ammann: Wer erhält das letzte Schweizer Olympia-Ticket? Aus einem Vierkampf wurde nach diesem Wochenende ein Zweikampf.
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Cheftrainer Bine Norcic steht vor einer schwierigen Entscheidung.
Foto: Christian Merz

Darum gehts

  • Felix Trunz und Simon Ammann kämpfen um das letzte Olympia-Ticket
  • Trunz punktete zweimal, Ammann wurde am Sonntag bester Schweizer
  • Killian Peier und Juri Kesseli sind aus dem Rennen gefallen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

Der Olympia-Showdown auf der Schanze in Sapporo hat geliefert, was er versprach: Klarheit. Zumindest teilweise. Denn während einzelne Fragen beantwortet wurden, bleibt die entscheidende offen: Wer erhält das letzte Schweizer Olympia-Ticket?

Sportlich gesehen spricht nach diesem Wochenende vieles für Felix Trunz. Der 19-Jährige sprang am Samstag auf Rang 23 und bestätigte diese Leistung am Sonntag mit Platz 28. Keinem seiner drei Konkurrenten gelingt es, zweimal zu punkten.

Starke Reaktion von Ammann

Damit scheint Trunz sein grösstes Problem endlich in den Griff bekommen zu haben. In Japan konnte er seine guten Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen. Zuvor hatte es genau dort gehakt. Deshalb klassierte sich Trunz in dieser Saison mehrheitlich ausserhalb der Top 30.

Eine starke Reaktion auf einen schwachen ersten Wettkampf zeigte Simon Ammann (44). Nach Rang 41 segelte der vierfache Olympiasieger am Tag danach mit seinem ersten Sprung auf Platz 15. Im zweiten Durchgang fiel der Toggenburger zwar noch auf Rang 23 zurück. Damit war Ammann aber in einem ausgedünnten Teilnehmerfeld der beste Schweizer. 

Olympia-Traum für zwei Schweizer geplatzt

Der letzte Eindruck spricht also für die Skisprung-Legende. Genauso wie die Konstanz über den ganzen Winter hinweg. Bis zuletzt nie in Fahrt kam Killian Peier (30). Der Waadtländer ist die grösste Enttäuschung im Schweizer Team. 

Nach der letzten Saison galt er als gesetzt. Doch er schaffte es nicht, die Selektionskriterien zu erfüllen. Er fällt genauso aus dem Olympia-Rennen wie sein Teamkollege Juri Kesseli (20). Dieser verpasste am Sonntag sogar die Qualifikation. Aus dem Vierkampf ist ein Zweikampf geworden.

Noch sind mehrere Fragen unbeantwortet

Nun liegt der Ball beim Trainerteam um Bine Norcic. Er hatte vor dem Wochenende unmissverständlich erklärt, dass nur das Hier und Jetzt zählt. Die Frage ist, wie strikt dieses Prinzip ausgelegt wird. Über das ganze Wochenende gesehen war Trunz stärker. Doch der Sonntag spricht für Ammann. 

Dieser hat aber das Handicap seines Alters. Trunz gehört die Zukunft. Weil das Rennen derart eng ist, bleibt der Zeitpunkt der Entscheidung offen. Klärt das Trainerteam die Olympia-Frage bereits in dieser Woche? Oder erhalten Ammann und Trunz bei der Skiflug-WM noch mal die Chance, sich zu zeigen? Die offizielle Kommunikation der Selektion erfolgt am 26. Januar. 

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