Wegen Japan-Deal
Ammann verliert Vorteil vor Olympia-Showdown

Das Schweizer Team darf in Sapporo (Jp) zusätzliche Trainings auf der Weltcup-Schanze bestreiten. Ammann trat dort schon letzte Woche an – seine Konkurrenten können nun aber die Lücke schliessen.
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Keiner aus dem Schweizer Team kennt die Schanze in Sapporo derart gut wie Simon Ammann.
Foto: imago/Nordphoto

Darum gehts

  • Die Schweizer dürfen im Vorfeld des Weltcups in Japan mit dem Heimteam trainieren
  • Damit sorgen die Asiaten für Chancengleichheit beim Kampf ums letzte Olympia-Ticket
  • Ammann kennt die Anlage bestens – 2007 kürte er sich hier zum Weltmeister
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

Jetzt mischen sich die Japaner in den Olympia-Kampf der Schweizer Skispringer ein. Die Asiaten sorgen im Vorfeld des entscheidenden Wochenendes in Sapporo für Chancengleichheit. Damit verliert Simon Ammann (44) einen kleinen, aber womöglich entscheidenden Vorteil.

Denn im engen Olympia-Rennen zählt jeder einzelne Sprung. Die Abstände zwischen den vier Kandidaten sind minimal. Neben Ammann kämpfen Juri Kesseli (20), Killian Peier (30) und Felix Trunz (19) um den letzten Startplatz. 

Die beiden Letztgenannten weilten am vergangenen Wochenende beim Weltcup-Springen in Polen. Gleichzeitig durften Ammann und Kesseli in Sapporo bereits zwei Wettkämpfe absolvieren. Die zusätzlichen Sprünge verschafften ihnen einen kleinen Vorsprung gegenüber den anderen beiden. 

Ammann kennt die Schanze bestens

Dieser wird nun aber durch einen Deal mit den Japanern zunichtegemacht. Wie Blick erfahren hat, dürfen die Schweizer am Donnerstag gemeinsam mit dem Heimteam auf der Schanze trainieren. Damit revanchieren sich die Japaner für die Gastfreundschaft der Schweizer in Engelberg. 

Dort ermöglichten sie den Asiaten ein zusätzliches Training vor dem Wettkampf. Deshalb erhalten nun auch Peier und Trunz die Chance, sich vor der Qualifikation am Freitag und den beiden Weltcup-Springen am Wochenende an die anspruchsvolle Schanze in Sapporo zu gewöhnen.

Dass Ammann die Anlage im Griff hat, demonstrierte er am vergangenen Wochenende. Im zweitklassigen Continental Cup sprang der vierfache Olympiasieger auf die Ränge 5 und 4. Zudem feierte der Toggenburger hier im Jahr 2007 seinen Weltmeistertitel. Nun braucht er erneut eine herausragende Leistung, um sich seinen Traum von den achten Olympischen Spielen zu erfüllen. 

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