Darum gehts
- Simon Ammann für Weltcup-Springen in Sapporo selektioniert
- In Japan kommt es zum grossen Olympia-Showdown
- Selektion erfolgt nach Skiflug-WM am 26. Januar
Simon Ammann (44) darf in Japan bleiben. Nach seinen starken Auftritten im zweitklassigen Continental Cup wurde der Altmeister für die Weltcup-Springen am kommenden Wochenende selektioniert. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung seiner achten Olympischen Spiele.
Ammann trotzte in Sapporo dem Wetterchaos. Wegen Windunterbrüchen und Schneefall stand der vierfache Olympiasieger neun Stunden an der Schanze – für einen Sprung. Dank diesem klassierte er sich am Sonntag auf Rang fünf. Einen Tag zuvor brillierte der Toggenburger mit Platz vier.
Ammann im Vorteil?
Nun kommt es in Sapporo zum grossen Olympia-Showdown. Wie Blick erfahren hat, werden sowohl Ammann als auch Juri Kesseli (20) wieder ins Weltcup-Team aufsteigen. Aus der Schweiz reisen zudem Sandro Hauswirth (25), Felix Trunz (19) und Killian Peier (30) nach.
Während Hauswirth sein Olympia-Ticket so gut wie auf sicher hat, kämpfen Trunz und Peier noch um den letzten freien Startplatz. Beide sind zuletzt im Weltcup erneut ohne Punkte geblieben.
Nun müssen sie Ammann auf einer Schanze schlagen, auf der er besonders gute Erfahrungen gesammelt hat. 2007 wurde er auf dieser Anlage Weltmeister. Dass er diese noch immer beherrscht, demonstrierte er am vergangenen Wochenende.
Slowenien statt Asien
Ein Name fehlt überraschend im Aufgebot – der von Teamleader Gregor Deschwanden (34). Er tritt die Reise nach Asien nicht an, sondern trainiert einige Tage mit Nationaltrainer Bine Norcic in Slowenien. Nach einer missglückten Landung verpasste Deschwanden zuletzt die Top 10.
Da er das Olympia-Ticket bereits auf sicher hat, dürfte der Luzerner ganz entspannt nach Asien blicken. Und sich wie alle anderen Skisprung-Fans die Frage stellen: Kann Ammann ausgerechnet in Sapporo noch einmal über sich hinauswachsen?
Die definitive Olympia-Selektion erfolgt nach der Skiflug-WM am 26. Januar.