Olympia-Showdown in Asien
Ammann wird nach Tournee-Aus doppelt abgestraft

Die Chancen von Simon Ammann auf seine achten Olympischen Spiele schwinden. Der Schweizer Skisprungchef erklärt, wie es mit dem Routinier nach dem Tournee-Aus weitergeht.
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Simon Ammann muss während der heissen Quali-Phase für die Olympischen Spiele zuschauen.
Foto: imago/Nordphoto

Darum gehts

  • Simon Ammann muss Vierschanzentournee nach zwei Springen verlassen
  • Der Altmeister wird degradiert – Continental Cup statt Weltcup
  • Entscheidung über Olympiaplatz fällt in Asien
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

Es ist ein herber Rückschlag für Simon Ammann (44) im Kampf um das letzte Olympia-Ticket. Die Skisprung-Legende muss die Vierschanzentournee bereits nach zwei Springen verlassen. Doch nicht nur das, es kommt sogar noch schlimmer für den vierfachen Olympiasieger. 

Wie der Schweizer Skisprungchef Joel Bieri Blick mitteilt, wird Ammann voraussichtlich auch für das erste Weltcup-Springen nach der Tournee nicht aufgeboten. «Simon wird ziemlich sicher nach Sapporo reisen und dort im Continental Cup teilnehmen», erklärt Bieri. 

Während seine ärgsten Olympia-Konkurrenten – Killian Peier (30) und Felix Trunz (19) – im Weltcup springen dürfen, muss Ammann eine Stufe tiefer antreten. Schuld daran sind seine durchzogenen Leistungen an der Tournee.

Olympia-Showdown in Asiende

Bei beiden Springen verpasste der Toggenburger die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Gleichzeitig überzeugten Trunz (Ränge 6. und 11.) sowie Peier (7. und 12.) im Continental Cup. «Aufgrund ihrer guten Leistungen war klar, dass wir nach Garmisch einen Wechsel vornehmen, wenn jemand nie gepunktet hat.» So geschehen bei Ammann und Juri Kesseli (20). 

Die beiden müssen sich nun schnellstmöglich von diesem Nackenschlag erholen. Am Sonntag und am Montag stehen Trainingsblöcke in Kandersteg an. «Dort herrschen aktuell super Bedingungen.» Dann geht es Richtung Asien, wo es zum Olympia-Showdown kommt. 

Konkurrenten von Ammann mit riesiger Chance

Während Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth (25) das Olympia-Ticket auf sicher haben, kämpfen fünf Athleten um den letzten Startplatz. Eine Vorentscheidung fällt dabei bereits bei den Springen im Continental Cup am 10. und 11. Januar. «Nur die Besten dürfen in Japan bleiben und am Weltcup teilnehmen», erklärt Bieri. 

Heisst für Ammann, er muss am übernächsten Wochenende brillieren, sonst dürfte sein Traum von den achten Olympischen Spielen endgültig platzen. Aktuell kann der Routinier nur hoffen, dass Peier und Trunz an der Tournee nicht über sich hinauswachsen. Springt einer zweimal in die Punkteränge, würde sich die Ausgangslage für Ammann weiter verschlechtern. 

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