Sandro Hauswirth springt beim Neujahrsspringen im Schatten von Tagessieger und Dominator Domen Prevc zum Karriere-Bestresultat. Hauswirth landet nach Flügen auf 127,5 und 132 m als 18. zum ersten Mal in seiner Karriere in den Top 20. Dem 25-jährigen Berner Oberländer ist der Knopf spät aufgegangen. Erst diese Saison flog er erstmals in die Weltcup-Punkteränge. Und zwar in den letzten fünf Wettkämpfen in Serie.
Noch besser als Hauswirth schneidet in Garmisch-Partenkirchen Gregor Deschwanden ab, der nach beiden Flügen (132 m/134 m) die Faust ballt. Der Luzerner, in Engelberg noch zweimal Zuschauer im Finaldurchgang, findet nach und nach zu alter Stärke zurück. An Platz 2 im Vorjahr kommt er zwar nicht heran, aber der 10. Rang wird ihn beflügeln. Nach Platz 22 in Oberstdorf kann der Innerschweizer nun auch im Gesamtklassement der Vierschanzentournee die Top Ten anstreben.
Tournee für Ammann beendet
Während Hauswirth an der Aufgabe wächst, ist für Simon Ammann und Juri Kesseli die Tournee beendet. Der Toggenburger und der Luzerner mussten mit Platz 34, respektive dem 45. Rang vorliebnehmen. Die beiden haben die Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen nicht nutzen können, um die Olympia-Qualifikation in trockene Tücher zu legen. Und im Rahmen der Tournee bietet sich kaum Gelegenheit, die fehlende Form zu finden. So erhalten nun ab Innsbruck Felix Trunz und Killian Peier die Chance im Kampf um ein Olympia-Ticket.
Domen Prevc fliegt einmal mehr in einer eigenen Liga (143 m/141 m) und deklassiert die Konkurrenz wie schon in Oberstdorf um Längen. Die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher auf den weiteren Podestplätzen haben rund 16 Punkte Rückstand, was umgerechnet 9 Metern entspricht.
Zajc erneut disqualifiziert
Für Aufsehen sorgt einmal mehr Timi Zajc. Der Slowene flog in Oberstdorf auf den zweiten Rang, wurde aber im Anschluss aufgrund eines drei Millimeter zu langen Anzuges disqualifiziert. In Garmisch-Patenkirchen wird Zajc nun bereits vor dem Wettkampf disqualifiziert, weil sein Anzug diesmal vier Millimeter zu lang ist. Weil es bereits das zweite Vergehen in Folge ist, wird er für die letzten beiden Springen in Innsbruck und Bischofshofen gesperrt.