«Ich finde das frech»
Skispringer wird bei Tournee erneut wegen Anzug disqualifiziert

Timi Zajc wurde beim Neujahrsspringen in Garmisch wegen eines zu kurzen Anzugs disqualifiziert. Da es schon der zweite Regelverstoss ist, wird der Slowene für das Innsbruck-Springen gesperrt.
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Timi Zajc durfte in Garmisch-Partenkirchen wegen eines erneuten Anzug-Verstosses gar nicht antreten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Timi Zajc wurde beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen disqualifiziert
  • Er nutzte einen nicht regelkonformen Anzug, trotz vorheriger Disqualifikation
  • Für Springen in Innsbruck gesperrt, Experte spricht von «Denkzettel»
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Beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen sorgte die Disqualifikation des Slowenen Timi Zajc für Aufsehen. Der 25-Jährige, der zuvor in der Qualifikation an Silvester auf dem neunten Platz gelandet war, wurde aufgrund eines Regelverstosses bezüglich seines Anzugs disqualifiziert – schon wieder.

Bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf war Zajc wegen eines ähnlichen Vergehens disqualifiziert worden, nachdem er zuvor als Dritter aufs Podest gesprungen war. War damals sein Anzug drei Millimeter zu kurz gewesen, waren es in Garmisch-Partenkirchen vier Millimeter. Diesmal wurde der Regelverstoss allerdings schon vor dem ersten Sprung festgestellt und Zajc sanktioniert.

Die erneute Disqualifikation hat nun erhebliche Konsequenzen: Zajc erhielt eine Rote Karte und wurde für das Springen in Innsbruck am Sonntag gesperrt. Diese Regelung wurde vor Beginn der Saison eingeführt, um nach Manipulationsvorfällen, wie die der norwegischen Mannschaft im vergangenen Jahr, strengere Kontrollen durchzusetzen.

Kritik von Experten: «Ich finde das frech»

Eurosport-Experte Martin Schmitt (47) äusserte sich kritisch zu Zajcs Verhalten: «Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech – und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist.» Besonders störte sich Schmitt an einer Reaktion Zajc’ auf die erste Disqualifikation, bei der der Slowene auf Instagram scherzte, seinen Anzug «ein wenig dehnen» zu wollen. Laut Schmitt sei ein solches Verhalten «nicht okay».

Schmitt erklärte weiter: «Durch sein Lach-Lach hat sich der Kontrolleur heute wahrscheinlich gedacht: ‹Na gut, dann kontrollieren wir mal vor dem Sprung und nicht erst danach, wenn du ihn gedehnt hast.› Und da hat es wieder nicht gepasst.» Der Experte betonte, dass die Entscheidung der Offiziellen konsequent sei und Zajc somit eine «kleine Denkpause» gegeben werde.

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