Konkurrent disqualifiziert
Ammann setzt Ausrufezeichen im Olympia-Kampf

Beim Continental Cup in Sapporo fliegt Ammann auf Rang vier, Landsmann Kesseli wird disqualifiziert. Vier Schweizer kämpfen um den letzten Olympia-Startplatz – einer davon ist der 44-jährige Ammann.
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Simon Ammann segelte im Continental Cup auf den vierten Rang.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Simon Ammann erreicht beim Continental Cup in Japan Platz vier
  • Disqualifikation von Juri Kesseli sorgt für zusätzliche Spannung im Olympia-Rennen
  • Die finale Olympia-Selektion erfolgt nach der Skiflug-WM am 26. Januar
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

Der Druck auf Simon Ammann (44) hätte nicht grösser sein können. Wenn er den Traum von seinen achten Olympischen Spielen am Leben erhalten will, muss er an diesem Wochenende abliefern. Und genau das tut der Altmeister. Beim zweitklassigen Continental Cup in Japan segelte der Toggenburger auf den starken vierten Rang.

Ausgerechnet in Sapporo, wo Ammann 2007 Weltmeister wurde, liess er seine Klasse wieder einmal aufblitzen. Im zweiten Durchgang sprang Ammann 126 Meter weit. Dieser Flug brachte ihm nicht nur ein Topresultat ein, sondern auch wertvolle Argumente im internen Selektionskampf.

Talent nach starkem Start brutal abgestraft

Denn im Schweizer Weltcup-Team kämpfen vier Athleten um den letzten Olympia-Startplatz. Zwei Tickets sind bereits vergeben. An Gregor Deschwanden (34) und Sandro Hauswirth (25). Mit dem vierten Rang hat sich Ammann eine hervorragende Ausgangslage geschaffen, um in den Weltcup zurückzukehren und am kommenden Wochenende auf derselben Schanze wieder mit den Besten der Welt zu springen.

Zusätzliche Brisanz ins Olympia-Rennen bringt eine Disqualifikation. Juri Kesseli (20) klassierte sich im ersten Durchgang auf Rang fünf, blieb danach aber bei der Anzugskontrolle hängen. Die Luftdurchlässigkeit seines Materials war irregulär.

Ammanns Teamkollegen sind gefordert

Das ist brutal ärgerlich für Kesseli, der wie Ammann mitten in der Vierschanzentournee nach Hause geschickt worden war. Er muss nun in der Nacht auf Sonntag beim zweiten Springen brillieren, um sich für den Weltcup aufzudrängen.

Parallel richtet sich der Blick von Ammann und Kesseli nach Zakopane (Pol). Dort starten mit Killian Peier (30) und Felix Trunz (19) ihre beiden Olympia-Konkurrenten. Sollten sie an diesem Weltcup-Wochenende die Punkteränge verpassen, dürfte mindestens einer von ihnen für Ammann Platz machen müssen.

Bleibt festzuhalten: Dem Olympia-Traum von Ammann wurde wieder Leben eingehaucht. Die definitive Selektion fällt nach der Skiflug-WM am 26. Januar.

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