Zweiter Platz zum Abschluss
Domen Prevc krallt sich Tournee-Gesamtsieg

Zwei Siege und zwei zweite Plätze – Domen Prevc hat der 74. Ausgabe der Vierschanzentournee seinen Stempel aufgedrückt.
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Domen Prevc gewinnt als dritter Slowene die Vierschanzentournee.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Domen Prevc gewinnt die Vierschanzentournee überlegen. Beim Finale in Bischofshofen wird der Slowene Zweiter hinter dem Tagessieger Daniel Tschofenig aus Österreich. Somit hat die hauchdünne Niederlage in Innsbruck Prevc doch nicht den Grand Slam vermasselt.

Domen Prevc gewinnt als dritter Slowene die Vierschanzentournee nach Primoz Peterka im Jahr 1997 und zehn Jahre nach seinem älteren Bruder Peter Prevc. Der 26-Jährige hat die 74. Ausgabe der Tournee seit dem ersten Tag geprägt. Er gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen mit riesigem Vorsprung. In Innsbruck wurde er Zweiter, aber der Gesamtsieg stand nie in Gefahr. Prevc reiste mit einem Vorsprung von umgerechnet 23 m nach Bischofshofen, den er noch ausbaute. Das Tournee-Podest ergänzen die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher.

Prevc stand nun ein Dutzend Mal in Serie auf dem Weltcup-Podest: 7 Mal als Erster, 3 Mal als Zweiter, 2 Mal als Dritter. Aber zum Jahresbeginn 2026 hat sich sein Niveau wieder jenem der Konkurrenz angeglichen.

Hauswirth als Schweizer Lichtblick

Die Schweizer Adler kommen zum Abschluss der Tournee nicht richtig ins Fliegen. Sandro Hauswirth wird 22., Killian Peier 29. Aus Schweizer Sicht ist Hauswirth die Entdeckung beim Klassiker über die Neujahrstage. Der Gstaader taucht als Einziger viermal im Finaldurchgang auf. Zum Abschluss holt er erneut Weltcuppunkte, nachdem er zuvor die Plätze 25 (Oberstdorf) und zweimal 18 (Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck) belegte. Die Tournee-Wertung beendet er im 17. Rang.

Eine Enttäuschung muss Gregor Deschwanden hinnehmen. Der Luzerner verpasst den Absprung und verliert mit 115,5 m das K.-o.-Duell gegen seinen ehemaligen WG-Kollegen Peier. Letzterer hat mit 121,5 m ebenfalls nicht überzeugt. Von Platz 30 aus gelingt ihm im Finaldurchgang eine minimale Verbesserung. Felix Trunz setzt nach 119 m auf, das reicht nicht für ein zweites Abstossen vom Balken. Die Besten landen im Bereich um 140 m.

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