Unsere Curling-Heldinnen feiern Gold unter der Dusche
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Nach Coup in Calgary:Curling-Heldinnen feiern Gold unter Dusche

Sie kommen mit WM-Gold aus Kanada zurück
Niemand traute unseren Curling-Heldinnen diesen Coup zu

Skip Xenia Schwaller führt ihr Team bei der Curling-WM in Calgary zu Gold. Ihre drei Kolleginnen sind alle gemeinsam in Matten BE aufgewachsen. So tickt die Gold-Equipe.
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Sie bringen den WM-Pokal in die Schweiz: Xenia Schwaller, Selina Gafner, Fabienne Rieder und Selina Rychiger (v. l.) schaffen in Kanada den Titel-Coup.
Foto: imago/ZUMA Press

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Matten BE feiert drei Curling-Weltmeisterinnen nach Triumph in Calgary
  • Rychiger, Rieder, Gafner und Schwaller gewannen bei WM-Debüt sensationell Gold
  • Schwaller: «Immer cool, es den Hatern zeigen zu können»
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Ganze 4200 Einwohner hat die Ortschaft Matten bei Interlaken BE – und seit Sonntag ist Matten noch was ganz anderes: die Heimat von gleich drei Curling-Weltmeisterinnen. Im Sensations-Team von Xenia Schwaller (23) ist sie als Skip die einzige Zürcherin, alle ihre Teamkolleginnen sind zusammen in Matten aufgewachsen.

Selina Gafner (22), Fabienne Rieder (23) und Selina Rychiger (22) kennen sich seit Kindheitstagen, sind zusammen aufgewachsen und zur Schule gegangen, was den WM-Titel bei der ersten Teilnahme an einem grossen Elite-Turnier noch spezieller macht.

Rieder war es, die seinerzeit Gafner das Curling schmackhaft machte. «Zuerst spielten wir Plauschturniere. Es hat mir sofort gefallen», sagte Gafner einst.

Gafner verliess zwischenzeitlich ihre Berner Weggefährtinnen

Irgendwann wird der Sport für das Trio ernsthafter. Sie spielen beim CJBO Interlaken auf hohem Niveau Juniorinnen-Curling. Doch 2020 kommt es zur temporären Trennung. Gafner will sich weiterentwickeln, schliesst sich dem Team Biel-St. Gallen an. Weil fast alle Spielerinnen aus Zürich stammen, findet die Equipe kurz darauf in der Curling-Sektion der Grasshoppers eine neues sportliches Zuhause.

Dieser Stein sorgt für die Vorentscheidung
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WM-Gold für die Schweiz:Dieser Stein sorgt für die Vorentscheidung

2022 kommts bei GC zur Wiedervereinigung der früheren Schulkolleginnen aus Matten. Zu Schwaller und Gafner stossen Rieder und Rychiger dazu. Der Rest ist Geschichte. 

2024 werden die vier Junioren-Weltmeisterinnen, 2025 macht das Quartett die Spitzensport-RS in Magglingen BE und 2026 kommt es jetzt zum gigantischen WM-Coup in Calgary.

Xenia Schwaller stammt aus einer Curling-Dynastie

Schwaller schildert, dass ihnen als WM-Debütantinnen eher wenig Kredit gegeben wurde. «Nicht viele haben an uns geglaubt, auch in der Schweiz nicht», sagt Schwaller nach dem Titelgewinn zu Keystone-SDA. «Es ist immer cool, es den Hatern (dt.: den Kritikern) zeigen zu können.» 

Wer sind die vier Champions, die ausgerechnet den im Männer-Fussball krebsenden Grasshoppers einen WM-Titel bescheren, überhaupt? Sie alle setzen spätestens seit der RS voll auf den Spitzensport. Rychiger ist Sportstudentin in Magglingen, sie spielt die ersten Steine. Rieder ist gelernte Fachfrau Gesundheit, war früher als Jugendliche Skip, spielt nun als Zweite die Steine. Gafner kümmert sich um die Administration bei der Tennisschule ihres Vaters, sie spielt die Steine als Dritte.

Rychiger/Gafner sind aber hauptsächlich fürs Wischen zuständig, einer der Faktoren beim Titel-Coup. «In diesem Bereich gehören wir zu den Besten der Welt», sagte Skip Schwaller schon vor der WM. 

Die Frau aus Oberengstringen ZH spielt als Letzte die entscheidenden Steine. Bei ihr ist Curling eine absolute Familienangelegenheit – beide Elternteile sind Europameister. Vater und Trainer Andreas Schwaller gewann 2002 bei Olympia zudem Bronze. Im Team mit seinem Bruder Christof. Xenias Mutter Heike, geborene Wieländer und gebürtige Deutsche, holte viermal EM-Gold. Und Yannick Schwaller, der Cousin der neuen Weltmeisterin, führte kürzlich bei Olympia sein Männer-Team zu Olympia-Bronze. 

Und jetzt ist Schwaller mit erst 23 Jahren die erste im Curling-Clan mit WM-Gold. Auch dank ihren drei Teamkolleginnen aus dem weltmeisterlichen Dorf Matten BE.

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