«War trotzdem perfekt»
Walliser muss Extrem-Lauf früher aufgeben als geplant

Nach 221 Kilometern muss Pierre Biege den «Last Soul Ultra» in Deutschland aufgeben. Obwohl er sein Ziel verfehlt hat, ist der Walliser zufrieden mit seiner Leistung.
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Pierre Biege muss den «Last Soul Ultra» in Deutschland früher aufgeben, als geplant.
Foto: Instagram (@pierrebiege)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pierre Biege scheitert nach 221 km beim «Last Soul Ultra» in Deutschland
  • Müdigkeit und Stress führen zur Aufgabe, trotz körperlicher Fitness
  • Sieger Mark Dowdle läuft 630 km, Siegerin Caroline Maria Bolte 348 km
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Pierre Biege (33) verpasst sein Ziel beim «Last Soul Ultra». Der Walliser muss den Extrem-Lauf nach gut 221 Kilometern aufgeben, vorgenommen hat er sich knapp 503 Kilometer. 

Ab Freitag, 14 Uhr, liefen im westdeutschen Münsterland 160 Männer und Frauen so lange wie möglich im Kreis. Jede Stunde muss eine Runde von exakt 6,7 Kilometern absolviert werden. Wer dies nicht rechtzeitig schafft, scheidet aus. 

Nachdem Biege letztes Jahr 40 Runden (268 Kilometer) durchgehalten hatte, wollte er dieses Jahr 75 knacken und so den Schweizer Rekord von 62 Runden knacken. Dies gelingt nicht, nach 33 Runden muss er aufgeben. Der Sieger, Mark Dowdle aus den USA, läuft in 81 Stunden 94 Runden (630 km). Bei den Frauen gewinnt Caroline Maria Bolte mit 52 Runden (348 km).

Unzufrieden ist der dreifache Familienvater dennoch nicht. «Heute ist ein richtig guter Tag», erklärt Biege am Montag rund 48 Stunden nach dem Rennen in einem Video auf Instagram. «Ich war heute bei der Einschulung meiner Kinder, war also pünktlich irgendwann gestern Nacht zu Hause.» Etwas, das nicht möglich gewesen wäre, hätte er wie erhofft im Rennen bis am Montag durchgehalten. Er habe keine Schmerzen und sei die über 200 Kilometer ebenfalls ohne Beschwerden gelaufen. «Ich bin so sauber wie noch nie gelaufen von der Technik her, es war perfekt.» 

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Der Grund für die Aufgabe? Die Müdigkeit. «Wenn ich mir meine Schlafstatistik der letzten sechs bis sieben Wochen anschaue, wenn ich überlege, was mental in meinem Leben gerade abgeht – mit Jobkündigung, Familie, mentaler Gesundheit –, habe ich einfach sehr viele offene Baustellen, die es mir vielleicht nicht erlaubt haben, so weit zu kommen, wie es mein Körperpotenzial erlaubt hätte.» Das spiele aber keine Rolle. «Wichtig ist, dass ich gesund, glücklich und voller Frieden aus dem Wettkampf gegangen bin.» 

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