Weltnummer 318 schreibt Geschichte
Tennis-Teenie lässt Fans an den French Open ausflippen

Der französische Shootingstar Moïse Kouamé hat Paris erneut verzaubert: Nach einem fünfstündigen Krimi und mit dem Rücken zur Wand zieht er bei den French Open in die dritte Runde ein. Damit schreibt er Geschichte und begeistert die Tennis-Welt.
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Teenie Moïse Kouamé verzaubert derzeit das Pariser Publikum an den French Open.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Moïse Kouamé (17) begeistert bei French Open und erreicht dritte Runde
  • Jüngster Spieler, der beim Turnier in die dritte Runde zieht
  • Frankreich wartet seit 1983 auf einen Herreneinzel-Sieg bei Roland Garros
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Ein Franzose bringt das Pariser Publikum bei den French Open derzeit komplett zum Ausflippen. Dabei handelt es sich jedoch weder um den bestplatzierten Franzosen im Turnier, Arthur Rinderknech (30, ATP 25), noch um die Tennis-Ikone Gaël Monfils (39, ATP 218) – beide sind bereits ausgeschieden.

Nein, die Rede ist von einem ganz anderen Spieler, dessen Name vor einer Woche selbst manchem Tennisfan noch unbekannt war: Moïse Kouamé (17, ATP 318).

Teenie schreibt Geschichte

Der Teenager durchlebt aktuell einen absoluten Traum und hat in seinen ersten beiden Matches bereits Geschichte geschrieben. Zuerst gelang ihm am Dienstag bei seinem French-Open-Debüt in der ersten Runde eine echte Sensation, als er Altmeister Marin Cilic (37, ATP 46) – immerhin US-Open-Sieger von 2014 – glatt in drei Sätzen (7:6, 6:2, 6:1) bezwang. Dieser Erfolg macht ihn zum jüngsten Spieler der Profi-Ära, dem es in Roland Garros gelungen ist, einen Grand-Slam-Champion zu schlagen.

Doch damit nicht genug: Am Donnerstag besiegte er in der zweiten Runde des Turniers auch Adolfo Daniel Vallejo (22, ATP 71) nach einem packenden Fünfsatz-Krimi (6:3, 7:5, 3:6, 2:6, 7:6) und zog damit in die dritte Runde ein. Mit 17 Jahren und zwei Monaten ist er der jüngste Spieler in der Historie des Grand-Slam-Turniers, dem dieses Kunststück gelingt.

Dabei stand der junge Franzose dicht vor dem Aus: Im finalen fünften Satz lag er zwischenzeitlich mit 2:5 hinten. Doch inspiriert von seinem Idol Novak Djokovic (39, ATP 4) – von dem Kouamé sagt, er gebe nie auf und finde immer einen Weg, den Match zu gewinnen – und beflügelt vom frenetischen Heimpublikum, kämpfte er sich bis ins Tiebreak zurück und entschied nach 4 Stunden und 59 Minuten die Partie für sich. Nach diesem Kraftakt steht fest: Der Hunger des Youngsters ist noch lange nicht gestillt.

Frankreich wartet seit 1983 auf Heimsieg im Herreneinzel

Das Toptalent startete das Jahr als Weltnummer 833 und gab sein Debüt auf Tour-Ebene beim ATP-250-Turnier in Montpellier Anfang Februar. Bei den Miami Open im März feierte er seinen ersten Sieg auf der ATP Tour – der sensationelle Erfolg über Cilic am Dienstag war erst der zweite Tour-Sieg seiner Karriere.

Trotz rasanten Fortschritten ist es zum ganz grossen Coup noch ein ganz weiter Weg – zumal das Feld auch nach dem überraschenden Ausscheiden der Weltnummer 1 Jannik Sinner (24) hochkarätig besetzt ist. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Geschichtsbücher: Der letzte französische Sieger im Herreneinzel bei Roland Garros war Yannick Noah (66), der im Jahr 1983 im Endspiel Mats Wilander (61) bezwang.

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