Darum gehts
- Naomi Osaka glänzt bei den French Open 2026 mit extravaganten Outfit
- Im goldenen Kleid von Kevin Germanier fühlte sie sich «wie der Eiffelturm»
- Osaka sorgte bereits mehrfach für modische Furore
Ist Tennis-Star Naomi Osaka (28, WTA 16) auf dem Weg zu einer Fashion-Show? Nein, eigentlich nur zu ihren Matches bei den diesjährigen French Open. Doch vor ihrem Erstrunden-Sieg gegen Laura Siegemund (38, WTA 47) verwandelte sie den Sandplatz kurzerhand in einen Laufsteg. Osaka betrat den Court in einer eleganten, bodenlangen schwarzen Robe, unter der sie wenig später ihr eigentliches Match-Outfit enthüllte: ein gold-bronzefarbenes, glitzerndes Kleid mit Fransen – entworfen vom Schweizer Mode-Designer Kevin Germanier (34).
Der Walliser Modemacher wurde im vergangenen Jahr in den exklusiven Kreis der Pariser Haute Couture aufgenommen und entwirft auch Kleidung für Stars wie Beyoncé, Lady Gaga, Kristen Stewart und Taylor Swift. Zudem trat er bei der Mode-Castingshow Germany's Next Topmodel bereits als Gast-Juror auf.
Bei ihrem Zweitrunden-Match gegen Donna Vekic (29, WTA 72) am Donnerstag, den Osaka nach zwei Sätzen gewinnt (7:6, 6:4), sorgt sie für den nächsten Hingucker. Die ehemalige Weltnummer 1 läuft im selben extravaganten Design auf, ergänzt den Look diesmal durch einen weissen statt durch einen schwarzen Rock – den sie vor der Partie wieder auszieht.
«Sehe aus wie der funkelnde Eiffelturm»
Osaka selbst genoss ihren glanzvollen Auftritt nach der Auftaktpartie: «Weisst du, wenn der Eiffelturm nachts funkelt? Ich denke irgendwie, dass ich so aussehe.» Tennis-Legende Boris Becker (58) meinte nach dem Match bei Eurosport: «Wenns ihr gefällt und es ihr guttut, dann soll sie das machen.»
Weniger begeistert, wenn auch gelassen, zeigte sich Auftaktgegnerin Siegemund bei Eurosport: «Also ich komme daher, um Tennis zu spielen und keine Modenschau zu machen. Wenn andere eine Modenschau machen, dann sollen sie das machen, das ist okay für mich.» Die Deutsche habe kein Problem mit dem Kleid Osakas, sondern vielmehr mit der Auslegung der Regeln. Sie finde es problematisch, weil «bei Turnieren mittlerweile auf jede Sekunde geachtet wird und sie kann sich dann aber noch anderthalb Minuten umziehen, da habe ich dann ein Problem damit.»
Sorgte mehrfach für modische Furore
Es ist längst nicht das erste Mal, dass die viermalige Grand-Slam-Siegerin auf der ganz grossen Weltbühne für modische Furore sorgt; die extravaganten Auftritte sind mittlerweile zu einer Art Markenzeichen geworden. Unvergessen bleibt ihr Einzug bei den Australian Open Anfang des Jahres, als sie die Arena mit einem langen weissen Schleier, einem ausladenden weissen Hut inklusive Schmetterlingsverzierung und einem passenden Sonnenschirm betrat. Auch bei den US Open 2024 zog sie mit einer überdimensionalen, breiten grünen Schleife auf dem Rücken alle Blicke auf sich.
Hinter diesen Outfits steckt jedoch mehr als nur reine Show. Während Osaka im Umgang mit der Öffentlichkeit und bei Pressekonferenzen als eher schüchtern und zurückhaltend gilt, nutzt sie die Mode als Ventil, um aus sich herauszugehen: «Ich bin eine sehr ruhige Person und rede nicht sehr viel, aber ich kann mich mit Hilfe meiner Kleidung ausdrücken. Durch Farben, Muster und Stoffe kann ich so laut sein, wie ich will.»