Der spanische Shootingstar Rafael Jodar traf es an den Swiss Indoors als Ersten – der Aufsteiger des Jahres flog im Achtelfinal raus. Kurz darauf ging es in derselben Runde dem topgesetzten Ben Shelton an den Kragen. Und auch Rekordmann Novak Djokovic musste nach seiner zweiten Partie die Sachen zusammenpacken. Arthur Fils, der letzte verbliebene Spieler aus den Top 4 des ATP-500-Turniers in Basel, verabschiedete sich dann im Viertelfinal.
Und nun kann auch der frühere US-Open-Finalist Taylor Fritz nicht mehr den Siegercheck von umgerechnet 446’000 Franken in Empfang nehmen. Der Amerikaner scheitert im Halbfinal am monegassischen Überraschungsmann Valentin Vacherot, er verliert in zwei Sätzen 6:7 (5:7), 3:6.
Für Letzteren ist es der erste ATP-Final seit seinem grossen Durchburch im Vorjahr. Damals gewann er als Qualifikant völlig aus dem Nichts das Masters-Turnier in Schanghai. Jetzt darf er in Basel auf seinen zweiten Titel auf höchster Stufe hoffen.
Gegner ist heute in der St. Jakobshalle (15.30 Uhr) der Tscheche Jiri Lehecka, der sich mit Fortdauer der Woche als Schweizer Schreck entpuppte. Zum Auftakt hatte er den abtretenden Stan Wawrinka in Tennis-Rente geschickt und dann stoppte er im Viertelfinal auch noch den Lauf des Fricktalers Jérôme Kym. So kommt es im Basler Final zu einem Duell, das so kaum einer auf dem Zettel hatte. Die Weltnummer 31, Vacherot, fordert die Nummer 21, Lehecka, heraus.
Alcaraz in Wien nicht zu bremsen
Der Blick zur Swiss-Indoors-Konkurrenz in Wien zeigt: Es kann auch anders laufen. Die Halbfinals dort könnten so auch in einem Grand-Slam-Turnier zustandegekommen sein. Carlos Alcaraz bodigt Daniil Medwedew 6:4, 7:6 (7:2). Und Alexander Zverev, der ab Montag die neue Weltnummer eins wird, liefert sich mit Alex De Minaur ein packendes Duell, das er letztlich allerdings mit 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) verliert.
Damit hat die österreichische Hauptstadt den absoluten Traumfinal verpasst. Doch die Affiche Alcaraz gegen De Minaur kann sich dennoch sehen lassen. Es gab sie auf der Tour schon zwei Mal in einem Endspiel. Und beide Male, im Londoner Queen’s Club 2023 und in Rotterdam 2025, siegte der Spanier. Er führt in der Direktduell-Statistik gleich mit 6:0.