Darum gehts
- Henry Bernet und Dominic Stricker verlieren im Doppelfinal von Basel
- Bernet zeigt sich überrascht ob des Preisgeld-Segens
- Jetzt müssen beide in die Spitzensport-RS
Der Humor ist den beiden Basler Doppel-Überraschungsfinalisten Henry Bernet (19) und Dominic Stricker (24) nicht abhanden gekommen – trotz Niederlage. Sie zeigen sich nicht unfroh darüber, den Beginn der Spitzensport-RS um eine Woche verzögert zu haben. «Am Montagmorgen aber müssen wir um 9 Uhr parat stehen. Und es wäre sicher gut, wenn wir nicht zu spät kämen», scherzt Stricker. Er und Bernet rücken in Magglingen gemeinsam ein – nach einer erfolgreichen und lukrativen Woche an den Swiss Indoors. Erst im Doppelfinal müssen sie sich dem französischen Duo Albano Olivetti/Théo Arribagé geschlagen geben (6:7, 6:7).
Dafür gibts eine schöne Prämie von je über 39’000 Franken. Als Bernet darauf angesprochen wird, macht er grosse Augen: «Okay, ich wusste gar nicht, wie hoch das Preisgeld ist.» Für den Lokalmatador ist das auf einen Schlag mehr als die Hälfte der in diesem Jahr bisher eingespielten Prämien.
Unterste Stufe wartet wieder
Bernet muss lachen, als er sein Glück realisiert, und sagt dann: «Ich werde es natürlich in meine Karriere investieren. Ich spiele Anfang nächstes Jahr ein paar Future-Turniere und dort ist es sehr schwierig, mit Gewinn herauszulaufen.» Stricker nickt neben ihm. Er weiss nach seinem Ranking-Absturz in den letzten Jahren nur zu gut, wie wenig Punkte, Geld und Ruhm auf der untersten Profistufe zu holen sind.
Auch Basels Einzel-Turniersieger Valentin Vacherot (27) war bis zu seinem Durchbruch im Vorjahr lange auf der unglamouröseren Seite des Tennis-Sports zu Hause. Jetzt hat der Monegasse an den Swiss Indoors überraschend und dank einer grossen Final-Wende gegen Jiri Lehecka (24, 2:6, 6:3, 6:3) seinen zweiten ATP-Titel eingeheimst.