Darum gehts
- Jannik Sinner hat seit Wimbledon kein Turnier mehr bestritten
- Auch für Montreal hat er kurzfristig abgesagt
- Fans besorgt: Sinner nach vierstündigem Spitalbesuch in Mailand gesichtet
Für das Masters in Montreal (Ka) hat Jannik Sinner (24) abgesagt. Nach seinem Wimbledon-Triumph will sich die Weltnummer 1 im Hinblick auf die US Open (ab 23. August) noch etwas mehr Erholung gönnen. Und mit dem Masters von Cincinnati (ab 11. August) nur ein Vorbereitungsturnier bestreiten. Damit hat der Italiener allerdings unfreiwillig für Wirbel gesorgt.
«Wir sind natürlich sehr enttäuscht», sagte Turnierdirektorin Valerie Tetreault über die Montreal-Absage. Und fügte an, dass es ein grundlegendes Problem im Tennis sei, dass sich kurzfristige Absagen häufen. «Wir glauben, dass in naher Zukunft Anpassungen erforderlich sind, um die Integrität unserer Masters-1000-Turniere bestmöglich zu wahren.» Das sieht auch Alexander Zverev (29) so. Kurzfristige Absagen seien «ein Ergebnis des zweiwöchigen Masters-Events. Ich denke, es ist für einige Spieler einfach zu lang, zu viel vor den US Open», so der French-Open-Sieger.
Nur: Hat die Absage von Sinner einen medizinischen Grund? Zumindest sind die Fans des Italieners beunruhigt, denn am Dienstag wurde Sinner in einer orthopädischen Privatklinik in Mailand (It) gesehen. Wie die «Gazzetta dello Sport» berichtet, dauerte sein Aufenthalt dort rund vier Stunden. Sorgen macht dies den Fans auch, weil Sinner zuletzt mit einem Pflaster im Kniebereich gesichtet wurde. Zudem soll sein Vertrauensarzt dafür extra aus den Ferien zurückgekehrt sein.
Länger geplante Routineuntersuchung
Allerdings sollen nicht körperliche Beschwerden der Grund für den Spitalbesuch gewesen sein. Wie die italienische Sportzeitung weiter schreibt, habe sich Sinner lediglich einer schon länger geplanten Routineuntersuchung unterzogen. Beim Verlassen des Spitals habe er den wartenden Fans mit einem Lachen im Gesicht Autogramme gegeben.
Die beiden Turniere in Übersee sollen gemäss «Gazzetta dello Sport» nicht in Gefahr sein. Bei den US Open strebt Sinner seinen zweiten Titel nach 2024 an. Im Vorjahr hat er den Final gegen Carlos Alcaraz (23) verloren.
Viermal durch Töff-Prüfung gefallen
Nicht nur mit seinem Spitalbesuch sorgt Sinner für Aufsehen. Denn auch sonst läuft nicht alles rund bei ihm. Schon während des Champions Dinners nach seinem Wimbledon-Triumph hat der Italiener verraten, dass er zum vierten Mal durch die Töff-Prüfung gerasselt ist. Celine Gazzotti, Fahrlehrerin bei der Fahrschule, die Sinner durchfallen liess, bestätigt dies gegenüber italienischen Medien. Er habe sich immer privat auf die Prüfungen vorbereitet, sie denke, er sei deswegen durchgefallen.
Künftig wird Sinner bei Gazzotti Fahrstunden nehmen. Erst danach unternimmt er mit dem fünften Versuch Anlauf, um den Führerschein zu bekommen. «Ich bin mir nicht sicher, ob er bestehen wird, aber durch das Lernen mit mir hat er definitiv bessere Chancen», meint sie. Und fügt an: «Ich wäre enttäuscht, wenn er ein fünftes Mal durchfallen würde.»