«Sehe mich als einer der Topfavoriten»
Schweizer Supertalent träumt vom Wimbledon-Titel

Flynn Thomas zählt seit Jahren zu den besten Tennis-Junioren der Welt – jetzt bestreitet er in Wimbledon sein letztes Nachwuchs-Grand-Slam-Turnier, bevor er sich ganz in Richtung Profi-Zirkus verabschiedet. Und er will dies mit einem Knall tun.
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Flynn Thomas hat gleich zum Turnierauftakt den Turbo gezündet.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 17-jähriger Flynn Thomas bestreitet Juniorenturnier in Wimbledon
  • Mit wem er seit diesem Frühjahr zusammenarbeitet
  • Er könnte als siebter Schweizer Junior einen Grand-Slam-Titel holen

Mit Belinda Bencic ist am Sonntagabend im Achtelfinal die letzte Schweizerin in Wimbledon ausgeschieden, doch eine eidgenössische Hoffnung beim Rasenklassiker im Südwesten Londons gibts noch: Sie heisst Flynn Thomas, ist 17-jährig und auf Juniorenstufe eines der grössten Talente der Gegenwart.

Thomas ist am Sonntag in der ersten Runde ein Auftakt nach Mass gelungen, als er dem Letten Rihards Neimanis beim 6:2, 6:2-Erfolg keine Chance liess. Als er danach vom Turnier in den grossen, edlen Medien-Pavillon zitiert wird, wirkt er gelassen und selbstbewusst.

Er ist schon das dritte Mal auf der Wimbledon-Anlage. Er weiss, wie der Hase läuft – und vor allem: wozu er imstande ist. Er sagt ohne Umschweife und ohne abgehoben zu wirken: «Ich sehe mich als einer der Besten hier. Ich bin zwar nicht gesetzt, weil ich zuletzt wenig Juniorenturniere spielte, doch ich bin in meinen Augen einer der Topfavoriten hier.»

Margaroli neu an Bord

Dass Thomas als Ungesetzter die Titeljagd antreten muss, hängt damit zusammen, dass er heuer schon erste Männerturniere bestritten hat. In dieser und in der nächsten Saison soll der Übergang in den Profi-Zirkus erfolgen. Hierfür hat er sich diesen Frühling mit dem früheren Tessiner Doppelspezialisten Luca Margaroli zusammengetan.

Dieser coacht ihn nun in regelmässigen Abständen, auch jetzt in Wimbledon, wo Thomas davon träumt, sich bei seinem letzten Junioren-Auftritt in eine illustre Liste von grossen Schweizer Tennis-Namen hineinzubugsieren.

Sollte der auf Platz 18 in der Junioren-Weltrangliste geführte Zürcher tatsächlich an der Church Road triumphieren, wäre er erst der siebte Schweizer, der einen Junioren-Grand-Slam gewinnt, und der vierte in Wimbledon: Heinz Günthardt (1976, French Open und Wimbledon), Roger Federer (1998, Wimbledon), Roman Valent (2001, Wimbledon), Stan Wawrinka (2003, French Open), Dominic Stricker (2020, French Open) und Henry Bernet (2025, Australian Open).

Thomas' nächster Gegner am Dienstag ist der Brite Rhys Lawlor, die Nummer 70 bei den Junioren. Wieder ist er klarer Favorit.

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