Historischer US-Open-Triumph
Entfesselter Zverev machts wie einst Becker

2026 ist sein grosses Jahr. Alexander Zverev siegt nach Roland Garros auch in New York – und sorgt damit für eine Fortsetzung des amerikanischen Grand-Slam-Fluches.
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Alexander Zverev zieht durch – und krönt sein Grand-Slam-Jahr mit dem zweiten Titel.
Foto: AFP

Darum gehts

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  • Alexander Zverev gewinnt US Open 2026 gegen Ben Shelton in New York
  • Erster deutscher US-Open-Titel seit Boris Becker 1989
  • Sechster Sieg in Folge gegen Shelton, nur zwei Satzverluste insgesamt
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Marco PescioReporter Sport

Die grosse US-Party in New York wird vom Überflieger des Jahres gecrasht. Da spielt Youngster Ben Shelton (23) das Turnier seines Lebens und zieht erstmals in einen Grand-Slam-Final ein – und dann bekommt er dort von Alexander Zverev (29) eine Lektion erteilt. Der topgesetzte Deutsche triumphiert im Arthur-Ashe-Stadium in 3:33 Stunden mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2. Es ist die Krönung einer starken Saison des nunmehr zweifachen Major-Champions.

Seit seinem erlösenden Premierentitel an den French Open spielt Zverev völlig entfesselt auf. In Wimbledon scheiterte er erst im Final an Jannik Sinner (25). Und nun an den US Open marschiert er nach harzigem Turnierauftakt souverän durch. In einem Jahr, in dem die letztjährigen Dominatoren Sinner und Carlos Alcaraz (23) nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, ist Zverev auf allerhöchstem Niveau der Konstanteste im Männertennis.

Aus amerikanischer Sicht ist das jedoch nicht die ersehnte Geschichte dieses Nachmittags in Flushing Meadows. Die US-Hoffnung war gross, dass Shelton derjenige sein könnte, der den 23-jährigen Grand-Slam-Fluch des Landes bricht. Seit Andy Roddicks (44) Sieg in New York im Jahr 2003 hat kein amerikanischer Mann mehr ein Major-Turnier gewinnen können.

Die Story ist eine andere. Nämlich jene, dass Zverev wiederum eine Durststrecke seines eigenen Heimatlandes beendet. Der 1,98-m-Hüne aus Hamburg ist der erste Deutsche seit Boris Becker (58), der die US Open gewinnen kann. Und er poliert gleichzeitig seine glänzende Bilanz gegen Shelton auf: In sechs Duellen gabs sechs Siege für Zverev. Und nur gerade einmal zwei Satzverluste.

Wie fokussiert Zverev im US-Open-Final zu Werke geht, zeigt sich ganz zum Schluss am besten: Dass er das Spiel gewonnen hat, realisiert er erst nach ein paar Sekunden – als er jubelnde Zuschauer auf den Rängen sieht. Dann aber lässt er seinen Emotionen freien Lauf.

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