Flavio Cobolli (24, ATP 14) steht nach einem packenden, knapp dreieinhalb Stunden andauernden Viersatz-Match (4:6, 6:4, 6:4, 6:4) gegen Felix Auger-Aliassime (25, ATP 6) bei den French Open im Halbfinal. Der Kanadier erwischt zwar den besseren Start und sichert sich den Auftaktsatz, doch der gebürtige Florentiner dreht die Begegnung mit einer beeindruckenden Leistungssteigerung. Damit schafft Cobolli erstmals in seiner Karriere den Sprung unter die letzten Vier eines Grand-Slam-Turniers.
Mit dem Ausscheiden Auger-Aliassimes ist klar: Alexander Zverev (29, ATP 3), der nach dem überraschenden Out von Weltnummer 1 Jannik Sinner (24) zum Topfavoriten der French Open avanciert ist, ist nun der einzig verbleibende Top-10-Spieler im Turnier.
Rein italienisches Halbfinal fix
Doch auch ohne den Südtiroler Sinner erleben die italienischen Fans einen wahren Tennis-Boom. Durch Cobollis Coup steht nämlich bereits fest: Ein Italiener wird definitiv im Endspiel stehen! Denn: Cobolli trifft im Halbfinal auf einen Landsmann: Matteo Arnaldi (25, ATP 104) liegt im rein italienischen Viertelfinal gegen Matteo Berrettini (30, ATP 105) mit 7:5 und 5:2 vorne, als dieser mit Oberschenkelproblemen aufgeben muss. Arnaldis beste Grand-Slam-Resultate waren bisher Achtelfinals in Paris und New York.