Alle vier Jahre grüsst das Olympia-Murmeltier. Wer darf in der Abfahrt, dem ersten grossen Highlight der Winterspiele, starten? Bei den Schweizer Männern gibt es ein Stechen auf höherem Niveau als bei den Frauen. Doch auch in Cortina sind gute Nerven und starke Trainingsfahrten gefragt. Fünf Fahrerinnen stehen Cheftrainer Beat Tschuor zur Verfügung: Malorie Blanc (22), Janine Schmitt (25), Corinne Suter (31), Jasmine Flury (32) und Delia Durrer (23). Vier sind am Sonntag dabei.
Warum nur vier? Suter wurde in Peking Olympiasiegerin. Im Gegensatz zur WM ergibt sich daraus allerdings keinen zusätzlichen Startplatz.
Drei Trainings sind auf der legendären Olimpia delle Tofane angesetzt, das erste am Donnerstag. Noch ist das Auswahlverfahren von Swiss-Ski nicht definiert. Gemäss Blick-Infos sind Crans-Montana-Super-G-Siegerin Blanc und Schmitt gesetzt – sie haben als einzige die Olympia-Qualifikationskriterien erfüllt. Auch Suter kann wohl ohne Quali-Druck ins Training gehen, weil sie einen Monat verletzt war und ihre Klasse unbestritten ist.
Bleiben Flury und Durrer. Sie dürften um ein Ticket stechen. Wann? Das hängt auch vom Wetter ab. Im Normalfall ist das zweite Training (am Freitag) ausschlaggebend – wer schneller ist, bekommt das Ticket. Allerdings kündigen die Meteorologen veränderliches Wetter an, es drohen Verschiebungen.
Wer in den darauffolgenden Tagen in Team-Kombi (10. Februar) und Super-G (12. Februar) starten wird, ist noch offen.
Kurssetzungen? Swiss-Ski geht leer aus
Einen kleinen Dämpfer musste Swiss-Ski kürzlich einstecken. Welchen? In keiner Disziplin wurde man für die Kurssetzung ausgelost. In der Abfahrt wird wie immer FIS-Speed-Renndirektor Alberto Senigagliesi die Tore setzen. In den anderen Rennen kommen andere zum Zug.
Pech gehabt? Ja. Aber nicht nur. Je mehr Fahrerinnen eine Nation in den Top 15 der Weltcupstartlisten jeder Disziplin hat, desto grösser sind die Chancen, gezogen zu werden.
Und da hat die Schweiz bei den Frauen weniger als in den letzten Jahren.
