Darum gehts
- Vincent Kriechmayr hängt noch eine weitere Saison an
- Zuletzt hatte er für Karriere-Fortsetzung die Rückkehr seines Kondi-Trainers gefordert
- Noch ist nicht klar, ob diese Forderung vom Verband erfüllt wird
Zwei Siege und vier weitere Podestplätze sowie in den Disziplinenwertungen die Ränge zwei (Super-G) und vier (Abfahrt) – Vincent Kriechmayr (34) ist der unbestrittene Leader im österreichischen Speed-Team.
Nicht nur mit seinen Leistungen hat er in der letzten Saison für Aufsehen gesorgt, sondern auch mit Aussagen über seine sportliche Zukunft. Ob er seine Karriere fortsetzt, hat der Speed-Star beim Weltcupfinal offengelassen. Und stattdessen eine klare Forderung an den österreichischen Verband gestellt. Er fahre nur weiter, wenn Peter Meliessnig zurückgeholt werde.
Von 2015 bis 2024 war Meliessnig Kondi-Trainer des Doppel-Weltmeisters von 2021. Dann hat er den österreichischen Skiverband verlassen, um sich dem Team von Lindsey Vonn (41) anzuschliessen. «Schade, dass er damals nicht so wertgeschätzt wurde vom Verband», blickt Kriechmayr zurück.
Nochmal alles reinlegen
Inzwischen sind seit seiner Aussage ein paar Wochen vergangen. Und Kriechmayr hat eine Entscheidung getroffen. Er steht auch nächsten Winter in den Weltcup-Starthäuschen. «Meine Karriere geht weiter», sagt er gegenüber dem oberösterreichischen Privatsender LT1. «Ich möchte noch eine Saison dranhängen, eine Saison, in der ich nochmals alles, was ich habe, reinlegen werde.»
Die österreichischen Ski-Fans dürften ob dieser Worte aufatmen. Auch wenn Kriechmayr das grosse Interesse an seiner Person ein Rätsel ist. Es freue ihn zwar, aber «ich verstehs nicht ganz, weil ich nur mit zwei Holzbrettern den Berg runterfahre.»
Ob sein Zukunftsentscheid bedeutet, dass der Verband seine Forderung erfüllt, darüber verliert Kriechmayr kein Wort. Offenbar ist bezüglich der Meliessnig-Rückkehr das letzte Wort noch nicht gesprochen. «Wir sind nach wie vor daran interessiert, Peter zum ÖSV zurückzuholen», sagt Cheftrainer Marko Pfeifer gegenüber dem Portal skinews.ch. «Aber entschieden ist noch nichts.»