Darum gehts
- Erneutes Comeback von Marcel Hirscher ist weiter offen
- FIS hat ihm die Wildcard entzogen
- Alexandra Meissnitzer spricht sich dafür aus, dass er wieder eine bekommt
2024 ist Marcel Hirscher (37) fünf Jahre nach seinem Rücktritt in den Weltcup zurückgekehrt. Das Comeback des achtfachen Gesamtweltcupsiegers dauerte nur drei Rennen – dann riss sich der neu für Holland startende Österreicher im Training das Kreuzband. Ob Hirscher noch einmal im Weltcup starten wird, ist auch knapp zwei Jahre später weiterhin offen.
Im Mai berichtete Blick, dass ihm die FIS die Wildcard entzieht. Diese hatte ihm beim Comeback eine Startnummer unmittelbar nach den Top 30 zugesichert – obwohl er in der Weltrangliste nicht mehr zu den Top 300 gehörte. Die FIS hatte extra für Hirscher die Regeln angepasst, was bei vielen Ski-Stars für Unmut sorgte.
Diesen Vorteil hat Hirscher nun wieder verloren. Oder doch nicht? Denn nun bekommt er Unterstützung von seiner Landsfrau Alexandra Meissnitzer (53). Die Doppel-Weltmeisterin von 1999 (Super-G und Riesenslalom) ist seit kurzem Director of Strategy & Public Affairs bei der FIS und soll dabei helfen, den Skisport strategisch neu auszurichten.
«Logisch bin ich dann auch froh»
Im Interview mit den «Salzburger Nachrichten» erklärt Meissnitzer, dass sie die Athletinnen und Athleten noch besser vermarkten möchte. Hilfreich dabei seien grosse Namen. Deswegen spricht sich die Österreicherin dafür aus, Hirscher weiterhin mit einer Wildcard auszustatten.
Mit ein Grund dafür ist auch Lindsey Vonn (41). Dass die Amerikanerin ebenfalls von einer Wildcard profitierte, um noch einmal in den Weltcup zurückzukehren, bezeichnet Meissnitzer als «Segen für den Skisport». Vonn habe damit inspiriert, «mit 40 Jahren nach vielen Verletzungen die Nummer eins zu sein. Logisch bin ich dann auch froh, wenn Marcel Hirscher wieder Rennen fährt.»
Sie nennt Hirscher, der zwei Mal Olympiasieger und sieben Mal Weltmeister wurde, einen Ausnahmeathleten, der «dem Sport so viel gegeben hat, dass er jetzt das Privileg einer Wildcard haben soll». Ob es dazu kommt, wird sich wohl bald zeigen. Wie die «Kronen Zeitung» Mitte August berichtete, hat der holländische Verband mit der FIS Verhandlungen bezüglich einer Wildcard für Hirscher aufgenommen. Wann der endgültige Entscheid fällt, ist offen. Aber der Saisonstart in Sölden (Ö) am 25. Oktober rückt näher. Auch ohne Wildcard könnte Hirscher dann am Start stehen – dann einfach mit einer höheren Startnummer.