Darum gehts
- Sofia Goggia hat nach zwei Infektionen noch immer mit den Folgen zu kämpfen
- Die Italienerin ist geschwächt und tastet sich langsam zurück auf den Schnee
- Ob sie in zwei Wochen beim Saisonauftakt in Sölden starten kann, ist offen
Der Kontrast zur gut gelaunten Mikaela Shiffrin (31, USA) am Atomic Media Day könnte kaum grösser sein. Hier die strahlende Ski-Gigantin, da die müde wirkende Sofia Goggia (33, It).
Der Kontrast hat allerdings einen einfachen Grund. Während sich Shiffrin kerngesund fühlt, hat die vierfache Abfahrtskugel-Gewinnerin aus Bergamo harte Wochen hinter sich. Und ist noch immer geschwächt. «Es geht mir besser, aber ich brauche noch Zeit», sagt sie.
Neurologische Symptome machten Sorgen
Was ist passiert? Goggia hatte zwei Infektionen. Sie zwangen die Italienerin, das Ski-Camp in Chile abzubrechen. Der erste Erreger war das Chikungunya-Virus, der zweite das Parvovirus B19. «Der zweite Virus ist ungewöhnlich bei älteren Menschen», rätselt Goggia.
Sie und ihr Umfeld waren sehr besorgt, weil sie neurologische Symptome hatte. «Zittern. Ich konnte auch keine Treppen steigen. Und es gab Tage, an denen ich kaum sprechen konnte, weil ich verwirrt war.» Sie sei völlig unkoordiniert gewesen und habe Schmerzen gehabt.
Sölden-Start ist derzeit zweitrangig
Ihr gehe es jetzt besser, so Goggia. «Aber ich habe einen Monat lang gar nichts gemacht. Und manchmal bin ich immer noch wirklich müde.» Sie wird versuchen, nächste Woche zwei Tage frei Skifahren zu gehen. «Um zu sehen, wie meine Balance auf dem Schnee ist.»
Und was ist mit Sölden (Ö) in zwei Wochen? Dann beginnt die Saison mit einem Riesenslalom. «Ich habe kein festes Ziel», sagt Goggia. Es ist fraglich, ob sie dann am Start stehen wird. «Der erste Schritt ist, mich wieder gut zu fühlen. Dann wird das schnelle Skifahren von alleine kommen.»