Darum gehts
- Sara Hector muss die Trennung von Servicemann Reinhard Berbig verkraften
- Wegen der vielen Reiserei hat er seinen Job gekündigt
- Hector hat deswegen viele Tränen vergossen, neu hat sie Matteo Fattor als Servicemann im Team
240 Weltcuprennen (8 Siege) hat Sara Hector (34) bisher bestritten, die Schwedin gewann bei Olympia Gold und Silber im Riesenslalom und vier WM-Medaillen im Team-Event. Während vielen Jahren konnte sie dabei auf die Unterstützung ihres Servicemannes Reinhard Berbig zählen. Doch nun muss Hector die Trennung vom Österreicher verkraften.
Geahnt hat sie dies schon im März. «Beim Weltcupfinal hat er zwar nichts gesagt, aber ich habe es ihm sofort angesehen», sagt Hector gegenüber der schwedischen Zeitung «Expressen». Sie würden sich so gut kennen, dass sie seine Gefühle lesen könne. «Es war unglaublich emotional, obwohl kein einziges Wort fiel.»
Kurze Zeit später macht Berbig die Trennung offiziell. Die Gründe dafür kann Hector durchaus nachvollziehen. Er hat Familie zu Hause, die vielen Reisetage machen ihm zu schaffen. «Er hatte das Gefühl, dass es auf Dauer nicht funktionieren würde.» Trotz allem Verständnis braucht Hector Zeit, um die Trennung zu verkraften. «Ich habe viel geweint», gibt sie zu. Sie hätten ein sehr gutes Verhältnis gehabt und standen sich extrem nahe. «Er hat mir unheimlich viel beigebracht, deshalb tat dieser Abschied sehr weh. Den halben Sommer über war ich deshalb niedergeschlagen.»
«Es ist nicht immer schlecht»
Nun rückt der Saisonstart Ende Oktober in Sölden (Ö) immer näher. Als Servicemann steht neu der Italiener Matteo Fattor an Hectos Seite. Sie hätten bisher viel Spass zusammen, meint sie. Und fügt an: «Manchmal verändern sich Dinge vielleicht nicht immer so, wie man es sich wünscht, aber es ist nicht immer schlecht.»
Topmotiviert blickt sie in Richtung WM-Saison. Ob es ihre letzte wird? Das kann Hector noch nicht sagen. Selbst eine Karrierefortsetzung bis Olympia 2030 ist für sie nicht ausgeschlossen. Sie fahre Ski, weil sie es liebe. «Ich lebe im Hier und Jetzt und gebe mein Bestes.»