Darum gehts
- Sofia Goggia (33) unterbricht Saisonvorbereitung wegen Virusinfektionen nach Trainingslager
- Zwei verschiedene Viren schwächten sie, Hantavirus wurde nicht bestätigt
- Seit 23. August in Ushuaia, Rückkehr nach Training in La Parva geplant
Sofia Goggia (33) musste Mitte September ihre Saisonvorbereitung unfreiwillig unterbrechen. Die italienische Skiathletin hat sich im Trainingslager im argentinischen Ushuaia plötzlich nicht mehr wohlgefühlt. Vor allem die starke Müdigkeit machte ihr zu schaffen. Laut Italiens Frauen-Teamchef Gianluca Rulfi «nichts Dramatisches».
Weil sie sich aber nicht fit genug fühlte, um weiterzutrainieren, entschied sie sich gemeinsam mit der medizinischen Kommission des italienischen Skiverbands FISI für die vorzeitige Heimreise. Inzwischen ist klar, was hinter den Beschwerden steckt: Bei den Untersuchungen in Italien wurden zwei unterschiedliche Virusinfektionen festgestellt.
Sie haben Goggia körperlich deutlich geschwächt. Welche Viren genau nachgewiesen wurden, machte die FISI in ihrer Mitteilung nicht öffentlich. Auch die zuvor diskutierte Möglichkeit einer Hantavirus-Infektion war lediglich eine Vermutung und wurde nicht bestätigt.
Goggia beginnt mit der Rehabilitation
Für Goggia ist das ein Dämpfer in der Vorbereitung. Seit 23. August hatte die 33-Jährige in Ushuaia mit der italienischen Mannschaft trainiert. Eigentlich wäre es anschliessend nach La Parva in Chile gegangen, wo vermehrt Speed-Training auf dem Programm gestanden hätte. Daraus wurde aber nichts.
Die FISI hat nun gemeinsam mit ihrem medizinischen Team ein Erholungsprogramm gestartet. Wann Goggia wieder ins Training einsteigen kann, ist derzeit offen.
Die letzte Saison verlief für Goggia erfreulich: Bei den Olympischen Spielen von Milano/Cortina gewann sie Bronze in der Abfahrt, zudem holte sie in der vergangenen Saison erstmals die Kristallkugel im Super-G.