Darum gehts
- Marco Kohler verliert seinen Hauptsponsor nach Verletzungen und mitten in der Reha
- Ein Berater übernimmt die Sponsorensuche, während sich Kohler auf den Sport konzentriert
- Kohler würde sich die Saison 2026/27 trotz Sponsorverlust selbst finanzieren, wenn nötig
Die Hiobsbotschaft traf Marco Kohler (28) mitten in seiner Reha. Nachdem sein Hauptsponsor El Tony überraschend abgesprungen war, brach dem Berner Oberländer ein grosser Teil seines Einkommens weg. Die Getränkemarke war nicht nur sein Kopfsponsor, sondern auch sein Flaschensponsor. «Das hat mich mental fast noch härter getroffen als die neuerliche Verletzung», sagte der Speed-Spezialist zu Blick.
Dabei kämpft Kohler derzeit ohnehin an mehreren Fronten. Im Januar riss er sich auf der Streif in Kitzbühel das Kreuzband – wenig später wurde klar: Auch das andere ist kaputt.
Nun gibt Kohler am Rande der Swiss-Ski Golf Trophy in Interlaken BE gegenüber Blick ein Update. Die Sponsorensuche läuft auf Hochtouren. «Ich habe viele Reaktionen bekommen, viele positive. Im Moment sind wir vieles am Abklären», sagt der Stöckli-Fahrer. Konkrete Gespräche sollen in den kommenden Wochen folgen.
Sponsorensuche abgegeben
Der Schock über den Verlust des Geldgebers sitzt aber weiterhin tief. «Am Anfang hat es mich schon sehr getroffen. Es war halt ein grosser Teil, der einfach weggefallen ist.» Mittlerweile hat Kohler die Sponsorensuche weitgehend aus den Händen gegeben. Sein Berater Beni Knecht kümmert sich um die administrativen Aufgaben. «Ich bin sehr froh, dass ich das langsam abgeben kann. So kann ich mich wieder voll auf den Sport und die Reha konzentrieren.»
Ganz los lässt ihn die Situation dennoch nicht. «Es ist immer eine Belastung. Du bist mit dem Kopf trotzdem irgendwie damit beschäftigt.»
Aus eigener Tasche
Und was passiert, wenn sich kein neuer Sponsor findet? Aufgeben kommt für Kohler nicht infrage. «Diese Saison werde ich so oder so normal weitergehen. Dafür ist meine Leidenschaft für den Sport viel zu gross.» Notfalls würde er die kommende Saison selber stemmen. «Irgendwie würden wir das sicher bewerkstelligen.» Langfristig sei das aber keine Lösung. «Wir Sportler sind auf Geld und Finanzen angewiesen.»
Trotzdem blickt Kohler optimistisch nach vorn. Nicht nur bei der Sponsorensuche. Auch die Reha verläuft nach Plan. «Ich bin sehr zufrieden. Es braucht einfach Geduld, aber es läuft alles nach Plan.»