Nach verlorenem Kaderstatus
Schweizer Speed-Spezialistin meldet sich mit emotionalen Worten

Ende April hat Priska Ming-Nufer erfahren, dass sie nicht mehr zum Kader von Swiss-Ski gehört. Nun hat sie sich erstmals dazu geäussert. Und auf Social Media einen emotionalen Post veröffentlicht.
Kommentieren
1/7
Blickt in eine ungewisse Zukunft: Priska Ming-Nufer.
Foto: Sven Thomann
RMS_Portrait_AUTOR_1195.jpg
Ramona BieriRedaktorin Sport

Die Saison von Priska Ming-Nufer (34) ist vorzeitig zu Ende gegangen. Ende Februar verspürt sie während der Abfahrt von Soldeu (And) Schmerzen im Knie. Medizinische Abklärungen ergeben, dass sie sich einen Teilabriss des Aussenmeniskus zugezogen hat. Sie muss sich einer Operation unterziehen.

Zwei Monate später erfolgt der nächste Rückschlag. Für die Speed-Spezialistin ist kein Platz mehr im Kader von Swiss-Ski. Sie verliert den Status, den sie seit 2008 innehatte. Eine Tatsache, die Ming-Nufer erst verdauen musste. Nun hat sie sich emotional zu Wort gemeldet. «Das war ein harter Moment, besonders weil ich mich zu diesem Zeitpunkt mitten in der Rehabilitation nach einer Verletzung befand», erinnert sie sich auf Instagram an den Tag, als sie vom Verlust des Kaderstatus erfahren hat.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Sie habe über all die Jahre die Kaderkriterien erfüllt und sich auf höchstem internationalem Niveau im Weltcup behauptet. «Wenn ich auf die vergangenen 18 Jahre zurückblicke, sehe ich nicht Verletzungen und Rückschläge. Ich sehe unzählige Trainingstage, harte Arbeit, viele Weltcuprennen, Erfolge und Freude, den Willen, immer noch besser zu werden.»

Karriereende aus eigener Kraft

Ans Aufgeben denkt Ming-Nufer deswegen nicht. Sie will ihre Karriere fortsetzen und weiter Rennen fahren. Denn für sie sei schon immer klar gewesen, «dass ich meine Karriere so beende, wie ich sie begonnen habe, gesund und aus eigener Kraft». Sie arbeitet auf eigene Faust weiter, will noch einmal stärker zurückkommen. «Der Weg ist herausfordernd, aber die Motivation ist gross», gibt sie sich kämpferisch. Ihr grosses Ziel: die Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft in Crans-Montana VS. 

Denn mit dem Walliser Ski-Ort verbindet Ming-Nufer besondere Erinnerungen. Vier ihrer sechs Top-6-Klassierungen hat sie dort herausgefahren. Am 27. Februar 2022 feierte sie in der Abfahrt von Crans-Montana ihren bisher einzigen Weltcupsieg. Es ist gleichzeitig auch ihr einziger Podestplatz. Nun will sie noch einmal an den Ort ihres grössten Erfolges zurückkehren. Auf dem Weg dorthin kann sie auf die Unterstützung von Familie und Freunden wie auch Sponsoren zählen. Das bedeutet Ming-Nufer enorm viel.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen