Zweieinhalb Jahre danach
Folgen von brutalem Sturz zwingen Speed-Ass zum Rücktritt

Broderick Thompson kehrt nicht mehr in den Weltcup zurück. Zweieinhalb Jahre nach seinem üblen Trainingssturz beendet er seine Karriere.
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Verabschiedet sich vom Ski-Sport: Broderick Thompson.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Broderick Thompson (32) beendet Ski-Karriere nach schwerem Sturz 2023 in Beaver Creek
  • Schädel-Hirn-Trauma und Wirbelbrüche zwingen ihn zur Aufgabe des Profisports
  • 78 Weltcuprennen, 1 Podestplatz 2021 in Beaver Creek, 3 Top-10-Platzierungen
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Im November 2023 stürzte Broderick Thompson (32) im Training zur Abfahrt von Beaver Creek (USA) schwer. Er hob in einer Kompression so heftig ab, dass er aus rund drei Metern auf die Piste knallte. «Der Sturz von Broderick gehört zum Schlimmsten, das ich je gesehen habe!», sagte Österreichs Cheftrainer Marko Pfeifer, der Augenzeuge des Unfalls war, damals. 

Bei dem Sturz zog sich der kanadische Speedspezialist Brüche mehrerer Wirbel und Rippen sowie der Schulterblätter zu. Weil die Ärzte zudem den Verdacht auf ein Blutgerinnsel im Gehirn hatten, wurde er vorübergehend ins künstliche Koma versetzt.

Zweieinhalb Jahre später ist klar: Dieser Sturz hat Thompsons Ski-Karriere beendet. Der Kanadier erklärt mit emotionalen Worten auf Instagram seinen Rücktritt. «Ich bin stolz auf alles, was ich erreicht habe, und ich bin dankbar für all die Höhen und Tiefen, die mich zu dem gemacht haben, was ich als Skirennfahrer war und was ich als Mensch bin.»

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Einziger Podestplatz am Unglücksort

Gleichzeitig bedauert er es, dass er die Karriere wegen einer Verletzung beenden muss, «weil ich mich gut fühle, vielleicht sogar grossartig – ich habe das Gefühl, ich könnte morgen wieder aus dem Starttor in Kitzbühel schiessen». Der Wille, weiterzumachen, wäre also da. Aber aus medizinischer Sicht wird ihm nach seiner Hirnverletzung davon abgeraten und das damit verbundene Risiko einzugehen. «Ich bin den Ärzten dankbar, die mir das Leben gerettet haben und vertraue denen, die sich um meine Zukunft kümmern», so Thompson. Deswegen suche er andere Herausforderungen.

Denn Thompson weiss, wie viel Glück er hatte. Durch das schwere Schädel-Hirn-Trauma, welches er beim Sturz erlitten hatte, haben sich seine Perspektive und Gefühle verändert. Ein halbes Jahr nach dem Sturz bezeichnete er es als Glück, «so zu heilen, wie ich bin». 

Während seiner Karriere stand Thompson bei 78 Weltcuprennen am Start und ist dreimal in die Top 10 gefahren. Seinen einzigen Podestplatz fuhr er 2021 ausgerechnet an seinem Unglücksort heraus. Im Super-G von Beaver Creek wurde er damals Dritter. Nach seinem Sturz hat er nur noch vier FIS-Rennen bestritten – allesamt im letzten Winter im Slalom.

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